Schönes Wochenende165

Shownotes

🎙 Kay Ray & Borris Brandt – der Wochenendwahnsinn 🎉 💥 Themen? Zeitgeist, Zeitgeistesgestörte und alles, was dazwischen menschlich schiefgehen kann. 📰 Die beiden wühlen sich durch Nachrichten & Erlebnisse der letzten Woche – und beweisen einmal mehr: Mit einer ordentlichen Portion Humor wird selbst der größte Irrsinn zum wunderschönen Wochenende. 😎✨

🤣 Die Hauptdarsteller im Chaos Kay Ray – 60, Shitstorm-erprobter Dachschadenbeauftragter & staatlich geprüfter Lachverständiger. Nebenberuflich: LGBTIQ-Gedöns-Fachkraft ohne Pronomen 🏳️‍🌈🙅‍♂️. Borris Brandt – 65, solider Manager, Entertainment-Handwerker & lustiger Vogel mit Vorlaut-Faktor 🐦💬. 💌 Viel Spaß wünschen euch Borris Brandt & Kay Ray 🎤😄

Link zu den "Schönes Wochenende" Tassen: https://www.kayray.de/index.php?ziel=shop#!/Podcast-Tasse/p/192450575

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00:00:28: Guten

00:00:29: Tag!

00:00:29: Nein,

00:00:29: da wüsste man da anfangen sollen.

00:00:31: Ich war einfach schüchtern und wollte dir einen Vortritt lassen.

00:00:37: Wie geht's dir?

00:00:44: Eigentlich müsste ich sagen, eigentlich geht's mir gut.

00:00:48: Und zwar deswegen, weil ich habe ja einen schweren Schock im letzten Jahr erlebt, hier mit dem Menschen, für den ich da den Sender aufgebaut habe und wie er dann plötzlich Die Verträge, die er gemacht hat, gelesen hat und festgestellt hat, dass ich einiges an Geld zu bekommen habe und mich dann rausgeworfen hat mit linken Methoden.

00:01:02: Das war nicht schön.

00:01:04: Und auch Kirstenjahr, das betrifft uns ja beide.

00:01:06: Und von wegen davor war ja auch schon was nicht so Schönes.

00:01:08: Und bei AI da haben wir gedacht, machen wir unsere Ränder auch nicht funktioniert.

00:01:11: Wir haben einfach mal so richtig scheiß drei Jahre bis Silvester gedacht, hinter uns gehabt zu haben.

00:01:17: Und dann fängt das neue Jahr an.

00:01:19: Und das Wetter im neuen Jahr, Sonne,

00:01:23: Schnee.

00:01:24: der Himmel öffnet sich viele Sachen, die sich positiv anfühlen gleichzeitig noch diese ganzen Belastungen, die dahinter sind, dann in Sachen hier mit unser Haus, das wir verkaufen müssen und das Neue, was eben nur halb so groß ist und in bedauernswerten Zustand ist, da sind viele, da lastet viel Verantwortung auf einem, aber ich bin total gut in darin zu sagen, weißt du, ich denke von Woche zu Woche zu Woche und wenn eine Woche nicht so gut ist, habe ich aber vielleicht die nächste Woche, die gut ist und es fing es jetzt gut an.

00:01:51: Wir sind jetzt in der zweiten Woche, ist jetzt fast vorbei von Januar.

00:01:54: Und gestern war ein entscheidender Tag, denn gestern habe ich einen Call gehabt, wieder mal einer von diesen Calls, wo Menschen sagen, ah, Boris, du kannst das so toll ist und dass du da so einen Sender gebaut hast in sieben Monaten mit einem Lehrling, einer technischen Angestellten und deiner Frau.

00:02:07: Das ist sensationell und das ist was, was wahrscheinlich keiner so kann.

00:02:11: Und du hast die richtigen Kontakte und wir wollen was zusammen machen, hatte ich letztes Jahr zweimal das Menschen, das gesagt hatten und das die auch viel Geld am Start hatten und wollten unbedingt und so.

00:02:21: Am Ende hat es dann irgendwie nicht geklappt.

00:02:24: Man war so hochgeschossen, Präsentationen, Ideen, Kalkulationen, dann war es wieder im Arsch.

00:02:30: Gestern war wieder so ein Meeting.

00:02:35: Und da war alles gut.

00:02:36: Und ich hab im Moment das Thema, deswegen hab ich eben so gezögert, ich würd so gerne sagen, geil, es geht voran.

00:02:42: Aber ich trau mich nicht mehr.

00:02:43: Ich trau mich nicht mehr.

00:02:44: Vorsicht.

00:02:45: Vorsicht.

00:02:47: Genau.

00:02:48: Ich trau mich nicht.

00:02:50: Aber irgendwie ist es, es liegt in der Luft, dass es irgendwie vorangeht.

00:02:53: Wir haben natürlich selbstverständlich die Raunächte genutzt und haben unsere Wünsche auf Zettel geschrieben und die entsprechend verbrannt und so.

00:02:59: Und am Ende ist bei mir von allen diesen Wünschen, die ich fürs neue Jahr habe, ist einer übergeblieben.

00:03:04: wo ich überhaupt nicht verstanden habe, wie so der jetzt gerade übergeblieben ist.

00:03:09: Das ist eigentlich der, wo ich gedacht hätte, das ist ja der Unwichtigste, aber der ist übergeblieben und um den muss ich mich ganz speziell kümmern.

00:03:14: Vielleicht, weil ich gedacht habe, es wäre der Unwichtigste, der ist vielleicht der Wichtigste, weil alle anderen Sachen sind ja schon aufgegangen in Rauch und sind auf dem Weg der Erfüllung.

00:03:25: Was soll ich sagen?

00:03:26: Es ist, die Rolling Stones sagten und sangen Mixed Emotions und so ist es, glaube ich.

00:03:31: Wie ist es bei dir?

00:03:32: Ja, bei mir ist es auch aufregend.

00:03:34: Also ich freue mich ja darüber, um mal mit den positiven Dingen anzufangen.

00:03:38: Ich freue mich sehr darüber, dass meine Häuser voll sind.

00:03:42: Wir fahren heute nach Osnabrück.

00:03:43: Das war auch immer so ein bisschen Sorgenkind, obwohl das auch diese Veranstaltung in Osnabrück auch ein bisschen ... Na ja, Hobby ist mein Job nun nicht.

00:03:50: Aber es ist ja meine Heimat lag mir am Herzen und dieser Sportler trefft.

00:03:54: Das ist ja eine Sportlerkneipe in der Turnhalle quasi.

00:03:57: Und die wollten gerne, dass ich da auftrete.

00:03:59: Und ich habe gesagt, warum nicht?

00:04:01: Dann brauche ich nämlich nicht in irgendwelchen anderen Theatern Anfragen, die mich nicht fragen.

00:04:06: Weißt du?

00:04:08: Vielleicht, wenn ich jetzt im Osterbrück im Rosenhof anfragen würde, würden die vielleicht sagen, ja, du kannst bei uns auftreten.

00:04:15: Aber ich frage mich natürlich, die könnten ja auch anfragen.

00:04:19: Und warum machen die das nicht?

00:04:21: Ich habe da ja mal gearbeitet.

00:04:23: Und dann dachte ich mir, bevor ich dann da anfrage, spiele ich lieber in meinem Spotlight-Treff.

00:04:27: Und das hat mich immer ein bisschen genervt, weil das ist natürlich, das ist ja nicht ein Veranstaltungsort in dem Sinne.

00:04:33: Und das vollzukriegen ist dann das dauert halt eben länger.

00:04:36: Und das funktioniert jetzt.

00:04:37: Wir spielen da heute Abend mit irgendwie hundert Leuten.

00:04:41: Und ich habe die Werbung ein bisschen vernachlässigt.

00:04:43: Also ich freue mich darüber, dass das genau in die Richtung geht, wie ich das haben will.

00:04:47: Des Weiteren spielen wir in Griesen im Asters.

00:04:50: Da ist es so voll, wie es noch nie war.

00:04:53: Dann sind wir in Berlin, in Würmenbäusen fast ausverkauft.

00:04:57: Also das sind aus zehn Tickets.

00:04:58: Wir sind in Lübeckern mit nur zwei Tickets.

00:05:01: Wir sind in Hannover so was von ausverkauft.

00:05:05: Da geht gar nichts mehr und da ist im Oktober die nächste Show.

00:05:09: Die ist auch so gut wie ausverkauft.

00:05:10: Also jetzt zahlt sich das aus.

00:05:15: Das hatte ich das letzte Mal schon angedeutet und das macht mir wirklich Freude.

00:05:23: negative ist, dass es meiner Frau immer noch nicht gut geht und wir auf Ergebnisse warten und wir einfach nicht genau wissen, was jetzt eigentlich los ist.

00:05:32: und das belastet natürlich ein bisschen so die Familie und so und so, aber auch das versuchen wir alle irgendwie positiv durchzugehen.

00:05:40: Ich kümmere mich ein bisschen um den Haushalt und so.

00:05:42: Meine Frau ist im Krankenhaus gewesen und da gab es ein paar Untersuchungen jetzt und das geht jetzt auch weiter und wir werden in einer Woche Ergebnisse haben zu dem was da ist und das trübt so ein bisschen die Stimmung.

00:05:59: aber ich versuche es tatsächlich positiv zu sehen.

00:06:01: es könnte ja auch alles in sofern schlimm sein wenn ich jetzt in meinem Job noch so kämpfen müsste im Moment dann hätte ich jetzt zwei kämpfe aber den habe ich ja nicht und das eine läuft jetzt und so kann ich mich auch ein bisschen um die Familie kümmern was ja auch mal schön ist denn ich weiß jetzt zu schätzen Wäsche zu sortieren, zum Beispiel.

00:06:24: Sie hat dem Gas im Krankenhaus angerufen und hat gesagt, kannst du mir einen Schlafen zur Anbringung?

00:06:28: Dann habe ich gesagt, ja toll, ich bring dir den Pinkfarben mit dessen Trockner.

00:06:31: Was?

00:06:32: Nein, nicht in Trockner.

00:06:33: Nein, dann wird er doch zu klein.

00:06:38: Also ich lerne jetzt solche Dinge und ja, das ist schön.

00:06:42: Meine Tochter macht ein Praktikum.

00:06:44: Das ist sehr schön.

00:06:45: Wir fahren jeden Morgen, fahre ich sie dahin und hol sie jeden Mittag wieder ab.

00:06:51: Und da haben wir, ich weiß nicht, unter den jungen Leuten gibt es ein Spiel.

00:06:57: Wenn man ein gelbes Auto sieht, klatscht man dem anderen eine.

00:07:00: Also natürlich so ein Duchsen-Anduchsen.

00:07:04: Und dann sagt man gelbes Auto.

00:07:05: Und das spielen wir immer auf dem Weg zu ihrem Praktikum und zurück.

00:07:11: Und es ist total witzig, weil es gibt wenig gelbe Autos, aber wenn, dann treten sie gerne geballt auf.

00:07:20: Das macht mir Spaß.

00:07:21: Und also so, es geht mir gut.

00:07:24: Schön, dass das definiert ist mit Autos und nicht jetzt meinetwegen mit Pipi oder so, weil da müsste man ja immer einem klatschen, wenn jemand Pipi macht, das wäre doof.

00:07:32: Was ich aber ernsthaft sagen wollte ist, wenn man das so hört, also wir können uns ja, glaube ich, alle, wir haben ja auch mit unserem Leben bös gewirtschaftet zeitweilig und wir können uns alle nicht vorstellen, Also, beziehungsweise, wenn man jung ist, kann man sich nicht vorstellen, wie wichtig das ist mit dieser Gesundheit und wie viel Leben das einem wegfrisst, wenn nicht alles in Ordnung ist gesundheitlich.

00:07:56: Man nimmt das so selbstverständlich, so wie das Wasser aus der Leitung kommt, so wie, keine Ahnung, dass die Sonne morgens aufgeht oder so, man nimmt das alles selbstverständlich.

00:08:03: Und dieses mit der Gesundheit ist wirklich ein hardcore Thema, glaube ich, für gerade, wenn man so älter wird, wenn man sich immer mehr Sorgen macht und weil ja tatsächlich auch nachweislich alle möglichen Krankheiten genau dann kommen, wenn man eben älter wird und nicht, wenn man jung ist.

00:08:14: Für mich ist dieser Eiertanz, ich habe zum Beispiel ein großes, wirklich ein ernsthaftes Problem damit.

00:08:21: Ich weiß, dass wenn man kein Zucker ist, dass man deutlich gesünder ist, vermeide diesen Scheißzucker.

00:08:27: Ich kriege...

00:08:28: Es verfickt noch mal nicht hin.

00:08:30: Und das Wichtigste ist aber die Gesundheit, weil wenn ich, wenn du krank wirst, wenn jemand, deine Frau krank ist, wenn jemand aus der Familie krank ist, wenn man von Menschen, die hier bei uns sind, hört, dass die krank sind, das tut einem Leid.

00:08:40: Und dann fühlt man mit.

00:08:41: Und dann macht man sich selber Gedanken, um sich selber, um die anderen.

00:08:43: Wie kriegt man alles geregelt?

00:08:45: Das Leben kriegt von einer auf die andere Sekunde einen völlig neuen Drive.

00:08:48: Du hast völlig andere Prioritäten, zum Beispiel, und so.

00:08:51: Und ich finde das... Ich finde das irgendwie eine, wie soll ich sagen?

00:08:55: Ich hätte so gerne das, was Indianer haben.

00:08:57: Weißt du, wie man immer sagt über Indianer?

00:08:58: Darf man auch Indianer sagen, weiß ich gar nicht.

00:09:00: Dass Indianer so, dass die angeblich das so selbstverständlich nehmen, dass du wie eine Blume verwälgst irgendwann.

00:09:07: Und das ist nicht in unserer Kultur.

00:09:09: Irgendwie ist das, in unserer Kultur ist das nicht drin.

00:09:12: Wir leben für die Unendlichkeit, aber es ist Blödsinn.

00:09:16: Ja, also zwei Gedanken dazu.

00:09:17: Der eine Gedanke ist, dass immer Menschen ... suspekt waren die ihr ganzes leben auf effektivität ausgerichtet haben.

00:09:26: also ich die quasi von für die immer feststand sie möchten lange leben und immer gesund bleiben und das also über ihre lebensqualität gestellt haben.

00:09:39: also so leute was für die Bei denen man den Eindruck hatte, so mal richtig fressen tun die nicht.

00:09:47: Oder mal sich so richtig die Hucke voll saufen.

00:09:50: Oder mal eine Nase Koks ziehen oder so.

00:09:53: Es gab früher so Künstlerkollegen.

00:09:57: Vielleicht war ich auch immer ein bisschen neidisch auf die Wallis.

00:10:00: Ich hatte Mechanie im Griff.

00:10:04: Und mir sind solche Leute immer ein bisschen suspect, weil es ja auch so ist.

00:10:10: Es gibt ja keinen festen Plan.

00:10:12: Stellt mal vor, du hast dein ganzes Leben lang auf alles verzichtet, damit du möglichst alt bist und gesund bleibst und fit bleibst und all die schönen Sachen, die das Leben dir bietet, mitnehmen kannst.

00:10:25: Und du wirst trotzdem krank.

00:10:26: Da fällt eine Kokosnuss, die auch im Körper löst und bis weg.

00:10:29: Ja oder sowas.

00:10:31: Darum.

00:10:31: Also ich glaube, das Maß ist ja... wie sagt man muss man muss maß halten.

00:10:39: das ist halt wichtig vielleicht alles in maßen.

00:10:42: und das ist der eine gedanke den ich habe also bei mir.

00:10:44: ich habe das nie hingekriegt und ich habe mich auch wenn ich ehrlich bin immer darüber geärgert dass ich eigentlich immer ein bisschen zu viel zu ungesund gelebt habe.

00:10:54: und dann hatte ich ja vor zwanzig fünf zwanzig jahren jetzt bin ich ja auch dreieinhalb Monate mal ganz schwer im kranken aus gewesen und auch aufgrund meines lebenswandes und habe mit sieben Vierzehn Kilo das Krankenhaus verlassen.

00:11:10: Und alle haben gedacht, der ist jetzt geläutert.

00:11:13: Das bin ich auch.

00:11:13: Also danach habe ich etwas anders gelebt.

00:11:17: Aber diese Mechanismen, die kommen ja wieder.

00:11:19: Also, dass du dann nie wieder Alkohol trinkst oder aufhörst zu rauchen.

00:11:24: Das war alles irgendwann wieder da.

00:11:26: Nur vielleicht dieser Punkt, wo man gesagt hatte, ich muss jetzt mal eine Pause machen.

00:11:32: Der kam vielleicht ein bisschen früher als sonst.

00:11:34: Und das Zweite ist, dass mir auf ziemlich erschreckende Art erst jetzt klar wird, dass viel zu endlich ist.

00:11:47: Weißt du, diese Sache mit dem Altwerden und mit dem wir werden irgendwann, ich finde, das geht im letzten, befinden wir uns im letzten Drittel unseres Lebens, kann man das so sagen?

00:11:57: Absolut.

00:11:58: Da geht das so furchtbar schnell.

00:12:00: Ja, früher war von Weihnachten bis Weihnachten endlos.

00:12:04: Ja.

00:12:05: Heute sagst du, was Weihnachten schon wieder?

00:12:07: Ja, und was da so zukommt, bei uns war unten in der Küche vorhin eine Lampe kaputt und ich wollte dann eine neue Glühbirne reinmachen.

00:12:16: Das ist so eine Lampe.

00:12:16: Kennst du die mit diesen Lukengläsern, die da oben drauf sind?

00:12:19: Drei so Schrauben sind da drin.

00:12:22: Ich habe diese verdammte Schraube da nicht reingekriegt, weil die so klein ist und weil man das alles nicht mehr und die konnte das mit meiner Brille nicht mehr sehen.

00:12:33: Dann dachte ich, das geht aber jetzt auch echt verdammt schnell, dass du manches nicht mehr kannst.

00:12:40: Und dann gibt es ja diese Menschen, die so ein bisschen weiser sind als wir, die dann sagen, ja, aber dafür hat man die Gelassenheit des Alters und so.

00:12:46: Und das ist das, was mir komplett abgeht, das habe ich nicht.

00:12:49: Wir haben neulich eine ganz grüne Situation gehabt.

00:12:50: Und zwar, wir haben in unserem neuen Haus da im Umbau, da guckst du dir ja an, wie groß sind die Räume und so, ich sag mal, Schlafzimmer, die Hälfte.

00:12:58: Das Bett, was wir haben, ist nicht transportabel.

00:13:01: Wir haben ein wunderbares Samina-Bett.

00:13:02: Ich sag mal gleich, wenn jemand einen Samina-Bett erkundigt, das ist was richtig Besonderes.

00:13:06: Kein einziger Nagel, nur Holz.

00:13:09: Ganz gesund.

00:13:10: Dann hat das so eine Auflage, die man nicht steckt, nur so steckt, dass keine Strahlung an das Bett rankommt.

00:13:14: Und so ist ein Superbett.

00:13:16: Aber wir kriegen das in... Wir kriegen das nicht, also wir kriegen das nicht.

00:13:22: Es ist nicht, wir kriegen es aus unserem Haus hier raus, aber wir kriegen es da nicht rein.

00:13:27: Und doch dazu kommt, dass Kirsten hat dann Hüftprobleme.

00:13:33: Also, sie hat einfach in diesem Bett, das ist total gesund, das ist alles super.

00:13:36: Und da liegt man perfekt drauf und alles Natur und die Decken und alles, geil, geil, geil, das Beste, was es gibt.

00:13:41: Arschteuer war das damals, ja.

00:13:43: Hab sogar ein Film drüber gemacht, kann man bei YouTube sehen.

00:13:45: Da kann man bei mir, kann man sehen, da hab ich dann über Samina Betten den Aufbau, hab das da genau dokumentiert, weil es so eine tolle Firma ist, wirklich eine tolle Firma.

00:13:53: Und ... Und ja, und dann, dann hat Kirsten aber kriegt sie irgendwie eine Hüfte und aus irgendwelchen Gründen plötzlich klappt es mit der Hüfte nicht mehr.

00:14:00: Und dann waren wir neulich, weil eben im Wohnzimmer das gleiche Problem.

00:14:04: Unser Wohnzimmer ist noch ein Drittel so groß wie das Wohnzimmer jetzt.

00:14:08: Dafür gibt es auch kein Heßzimmer.

00:14:11: Und da passt die Couch nicht rein.

00:14:14: Also müssen wir irgendwie für kleines Geld irgendwo jetzt noch der verdammte Couch auftreiben und irgendwie so kalkulieren, dass wir denken, okay, wenn wir unsere Couch verkaufen, das ist so eine so eine braune Wildleder Couch, ganz rustikal, super Zeug eigentlich und sowas alles.

00:14:26: Und wenn wir das dann, dann haben wir überlegt, wie viel Geld haben wir, wenn wir das dann verkaufen vielleicht, haben dann geguckt, was bringt das so und auch in dem Wissen, dass es vielleicht alles gar nicht klappt, aber zumindest haben wir für uns so kalkuliert.

00:14:35: Wir haben dann, sind da zu einem Möbelladen hier in Hamburg gegangen.

00:14:39: unglaublich toller Möbelladen, unglaublich freundliche Menschen, Carps heißen die, habe ich vorher gar nicht auf dem Zettel gehabt und haben da tatsächlich eine ganz günstige, schöne Couch gefunden, die für uns ideal ist.

00:14:51: Draufgesetzt und gewusst, das ist die Couch, in der ich eine Fernsehersendung einschalte und nach drei Minuten fest schlafe.

00:14:56: So.

00:14:57: Und jetzt, pass auf.

00:14:58: Dann gehe ich aus diesem Laden raus und auf der linken Seite steht ein Bett.

00:15:05: Und ich trug das Bett an und denke, das hat grünen Kort.

00:15:09: Aber irgendwie sieht das mit Holzfußboden vielleicht geil aus.

00:15:12: Dann wege ich mich da drauf.

00:15:14: Und es war wie, best du love at first sight.

00:15:19: Ich krieg gleich den Bogen zu dem, was ich eigentlich so an wollte.

00:15:20: Und dann habe ich da also gekündigt bei der Frau Sartzer.

00:15:23: Da haben sie also unglaublich Glück.

00:15:24: Dieses Bett steht hier seit einem halben Jahr.

00:15:25: Kein Mensch kauft das.

00:15:26: Weil das grün ist.

00:15:28: Das ist dieser grüne Kort, das will aber keiner haben.

00:15:30: Und dann ist die Matratze, ist eine H-III, H-IV-Teilung.

00:15:35: Gut, das gilt für viele Leute, aber meistens eben nicht, hat drei, vier, sondern meistens.

00:15:40: dann sind es entweder die gleichen, weil es jüngere Leute kaufen oder ich weiß es nicht.

00:15:43: Auf jeden Fall, seit sechs Monaten steht das darum.

00:15:45: Den Preis haben sie inzwischen dreimal reduziert.

00:15:47: Das kostet inzwischen, glaube ich, ein Viertel oder ein Fünffel von dem, was es mal gekostet hat.

00:15:51: Und es würde bei uns reinpassen.

00:15:54: Und dann spreche ich mit der Frau und sage so, ja, und wann und hin und her.

00:15:56: Und das Haus ist ja erst, also wir müssen ja umbauen, das dauert noch.

00:15:58: Und ja, das Lagern kostet extra Geld.

00:16:00: Ich sage, wissen Sie, was wir ... Das klingt ganz total bescheuert, aber wir haben es ehrlich gesagt nicht.

00:16:03: Komm, ich spreche mir im Chef, vielleicht kriegen wir das hin.

00:16:05: Dann hat die uns Transport umsonst, Einlagerung bis Mai umsonst.

00:16:14: Das Bett zum, keine Ahnung, Viertel, Fünftelpreis.

00:16:18: Und dann gehe ich raus aus dem Laden und war eigentlich total glücklich.

00:16:21: Also dieses Gefühl, da habe ich echt Schwein gehabt.

00:16:23: Und vielen Dank und so, super, dass das... Und dann hat Kirsten keine Hüftschmerzen mehr, weil es genau das, ich hatte mit Kirsten noch mal da zum Probe liegen.

00:16:30: Und sie hat sofort gesagt, Das ist ideal, dass es genau so muss ist.

00:16:34: Also alles perfekt, alles perfekt.

00:16:36: Und dann denke ich drüber nach, na ja, das ist dann bis Mai, dann kriegen wir dieses Bett.

00:16:43: Das Bett, das wir jetzt haben, haben wir, glaube ich, seit sieben Jahren.

00:16:46: Wäre ich in dem Bett auch noch sieben Jahre schlafen?

00:16:48: In sieben Jahren bin ich seventy-einen.

00:16:53: Sieben Jahren, das ist gar nicht.

00:16:55: Und dann denkst du so Sachen, die völlig

00:16:57: absurd

00:16:57: sind, völlig.

00:16:59: Ich denke drüber nach, dass ich in sieben Jahren, wie scheiße ist das denn?

00:17:03: Und in unserer Generation klingt, wie der Mann ist tot.

00:17:06: Das ist tatsächlich, das klingt echt.

00:17:09: Da kann mir jemand sagen, ja, ja, es ist das neue, Bullshit.

00:17:13: Das ist plötzlich im Kopf drin, du kriegst das auch nicht raus.

00:17:17: Natürlich bin ich irgendwie fit und kann noch laufen gehen und bin lustig und munter und alles ist gut.

00:17:23: Aber du denkst über solche Sachen, kranke Sachen nach.

00:17:26: Wenn ich das dann habe, werde ich da noch so lange drin schlafen wie in meinem, ist das dann mein letztes Bett?

00:17:32: Das habe ich, das habe ich alles.

00:17:34: Also wenn in dieser, dieser Gedanke, du bist ein Siebzig, das ist das neue ein Sechzig, dann denke ich gleich hinterher, ja, aber bis dann wieder ein Siebzig ist ja auch nicht lange.

00:17:45: Das denke ich auch.

00:17:47: Und das ist das, was ich meine.

00:17:51: Das kommt so plötzlich jetzt, dass du sagst, das ist das letzte jetzt, das letzte Mal.

00:17:57: Weißt du, es gab eine Phase in meinem Leben, wo ich gedacht habe, ich habe bei immer der Meinung, was ich noch alles sein könnte, nicht sein möchte, sondern was ich sein könnte.

00:18:09: Ich fand immer den Gedankenspannend, Automechaniker zu sein und ich fand immer den Gedankenspannend, einen Zigarettenladen aufzumachen.

00:18:18: und hab immer gedacht, mach sie jetzt nicht, aber so ein Tabakladen, so ein Zigarettenladen, so ein kleines Kiosk an der Ecke, das wär was für dich, könntest du mal quatschen, können immer dieselben Leute, morgens würden den Kaffee trinken, so, weißt du so.

00:18:31: Sörsalon eigenartigerweise nicht, obwohl ich den Job liebe und Automechaniker fand ich auch immer spannend, bis dann diese Elektrischen, diese ganzen Digitalisierung überhanden haben, aber das fand ich eben auch interessant.

00:18:43: Dann kam die Zeit, wo ich dachte, Das kannst du jetzt nicht mehr.

00:18:47: Also das ist jetzt vorbei.

00:18:48: Du kannst jetzt nicht mehr... noch einen Zigarettenladen aufmachen bis der läuft und so das dauert ja alles ewig.

00:18:54: dafür bist du jetzt so alt so.

00:18:56: und jetzt kommt aber bei allem was ich mir kaufe das ist dann auch das letzte.

00:19:00: zum beispiel mein ich kriege ja jedes alle drei jahre neues macbook.

00:19:04: ich habe da so ein leasing vertrag und ich brauche die auch eigentlich immer alle.

00:19:08: jetzt haben wir dieses jahre das erst mal.

00:19:10: meine tochter hat einen der büro rechner hier.

00:19:13: der muss tatsächlich eigentlich neu Das heißt, den alten Rechner, den ich jetzt noch benutze, der kann hier ins Büro.

00:19:21: Und der neue Rechner, den nehme ich dann für meine Arbeiten auf Tour.

00:19:27: Aber dann war es das auch.

00:19:28: Dann haben wir alle Rechner und ich denke dann, das ist vielleicht auch dann das letzte Mal, dass du alle drei Jahre, oder mein Lader, das soll mein letztes Auto sein.

00:19:39: Das ist mein letztes Auto.

00:19:41: So, das ist schon komisch.

00:19:44: Guck mal, und dann habe ich Hab ich mich daran erinnert?

00:19:47: Ich hab vor, wann war das denn vor ... ... fünf Jahren ungefähr, hatte ich das große Glück, dass ich so ein ... ... für ganz kleines Geld so ein Ferrari bekommen habe.

00:19:54: Bin Ferrari gefahren.

00:19:56: Als der dann wegfahre, ich hab den dann irgendwann verkauft, ... ... nach drei Jahren, weil da hab ich ... ... plus minus null drei Jahre Ferrari gefahren, das war geil.

00:20:01: Also, ich hatte nur ein bisschen ... ... höhere Benzinverbrauch und viel Spaß.

00:20:03: Aber ansonsten hat das mich eben nichts gekostet, ... ... weil ich da unglaublich Glück gehabt hatte und so.

00:20:07: Aber da hab ich ja nicht gedacht, ... ... das ist der letzte Ferrari in deinem Leben, ... ... das war mir völlig scheißegal.

00:20:12: Heute!

00:20:13: Heute denke ich, ich bin kurz davor zu denken, wenn ich jetzt drei Kilo Kaffee bestelle bei dem Kaffeeversand, kriege ich das noch ausgetrunken in meinem Leben?

00:20:23: Aber es ist doch irre oder nicht.

00:20:25: Eigentlich müsste man sagen, Freunde, jetzt erst recht Vollgas und ich habe so viel vor und so viel Ideen und es macht mir so Spaß, was wir hier machen und das, was ich auch mache.

00:20:33: Das sind ganz viele unglaublich positive Sachen dabei.

00:20:37: Und dann denke ich irgendwie, ja, schaffst du das alles noch?

00:20:41: Das kriegst du ja nicht weg.

00:20:43: Es müsste eine Pille geben, die diese Gedanken wegnimmt.

00:20:48: Das wäre schön.

00:20:51: Ich glaube, für den Körper ist es besser, wenn du keine Angst hast und keine Sorgen machst.

00:20:57: Ich hatte noch eine Geschichte.

00:21:00: Kennst du das unter Dusche?

00:21:01: Du duscht dich und denkst an prekärer Stelle, da ist irgendwas.

00:21:07: Es fühlt sich nicht so gut an.

00:21:09: Da ist irgendwas.

00:21:10: Irgendwas ist ein Huppel.

00:21:11: Weißt du?

00:21:11: So ein Huppel.

00:21:14: Dann knetest du da so ein bisschen rup.

00:21:15: Ist ein Huppel.

00:21:15: Ist ein Huppel.

00:21:16: Irgendwie ist ein Huppel.

00:21:17: Dann geh ich zum... Dann muss er zum Männerarzt gehen.

00:21:21: Alter, jetzt das schon.

00:21:22: Jetzt musst du zum Männerarzt gehen.

00:21:24: Dann geh ich da hin.

00:21:25: So ein Männerarzt.

00:21:26: Dann ist der Männerarzt auch noch rupig und sagt als erstes mal Blut abnehmen.

00:21:29: Ich sag, pass auf, da kollabiere ich normalerweise.

00:21:31: Ich will kein Blut abnehmen.

00:21:31: Du sollst dir angucken, was ich dafür ein Huppel hab.

00:21:33: Ist mir ja eh schon peinlich genug.

00:21:36: Und hab schon die Sorge gehabt, dass die Sprechstundenhilfe das macht.

00:21:39: Auf jeden Fall, dann untersucht er also Blut abgenommen und so, dann hat er mich da ganz dominant behandelt.

00:21:44: Da fand ich schon alles ganz scheiße, war kurz davor mehrfach zu gehen einfach oder ihm eine zu wischen.

00:21:50: Ja, dann untersucht er mich und machte Tut und Blutprobe und Blatt hin und her und so.

00:21:54: Und dann hat er mich noch so geräunigt, damit so ein Ultraschallgerät da überall rumgepfummelt.

00:21:58: Und ich sag ja, was ist denn jetzt mit dem Huppel?

00:22:01: Und er sagt zu mir, was für ein Huppel.

00:22:03: Da ist ein Huppel, da ist ein Huppel.

00:22:05: Auf jeden Fall, da ist ein Huppel unten.

00:22:06: Guck doch mal.

00:22:07: Da ist kein Huppel.

00:22:09: Dann fasse ich da ein, da ist da kein Huppel.

00:22:11: Dann sagt er, er ist wahrscheinlich aus Angst verschwunden.

00:22:14: Aber solche Sachen, wenn du normalen Geistes bist und hast nicht diese Angst vor dem Alter und so was, dann würdest du ja gar keine ... Wahrscheinlich hatte ich schon zwölf mal irgendwie, ich weiß auch gar nicht, was das war, aber es war ein Huppel.

00:22:25: Und das ist so, das sind so Sachen, da kannst du ja nichts gegenmachen.

00:22:28: Ich würde das so gerne aus meinem Gehirn verbannen, weil in der Sekunde, wo mit einem irgendwas nicht stimmt, wo irgendwas mit dir nicht stimmt, wenn irgendwas nicht stimmt so, dann ist ja dein ganzes Leben plötzlich, die Energie ist weg, du bist voll der Sorge, das hatte ich früher nicht.

00:22:40: Ey, ich bin früher, ich muss dir vorstellen, du stehst morgens um zwei auf, ja, so Mittags um zwei.

00:22:46: Die Naseblut, du bist völlig durch, Kopfschmerzen.

00:22:50: So ein Scheißgefühl, der geht nicht so dreckig.

00:22:52: Dann ist du was trinkst, was mal klein weggezogen, zack bist du wieder am Start.

00:22:56: Und es gibt keine Sorgen, es geht einfach weiter.

00:22:58: Er, achtziger Jahre, geile Musikkonzerte, mit die Perchmote auf Tournee Michael Jackson im Osten.

00:23:04: Es ist alles geil, es läuft und so.

00:23:06: Da gab es keine Huppe.

00:23:07: Da hast du auch nicht über Huppe nachgedacht.

00:23:09: Da hast du doch Scheiß drauf.

00:23:10: Wie hieß das immer früher hier?

00:23:12: Lift fast, dieil, bla, bla, bla und so.

00:23:14: Das ist dann schon bitter, wenn du jetzt in der Realität landest als älterer Herr und stellst irgendwie fest, du hast ein Huppel.

00:23:22: Aber ich sage dir, das kann man nicht nehmen.

00:23:26: Ich glaube, das wird jeder haben.

00:23:28: Also meine Erfahrung sagt ja, ich habe das natürlich auch.

00:23:33: Ich habe das große Glück seitdem ich damals so krank war, worüber wir reden über Krankheiten heute.

00:23:38: Wir müssen auch groß noch wechseln heute.

00:23:40: Seitdem ich damals so krank war.

00:23:43: gehe ich eigentlich alle Vierteljahr zum Arzt.

00:23:46: Und die Abstände sind dann größer geworden.

00:23:48: Jetzt ist es alle dreivierteljahr und mache Blutwerte.

00:23:52: Alle Blutwerte werden gecheckt und so mein ganzer Körper wird gecheckt.

00:23:56: Und das Interessante ist, dass natürlich darum alle Werte in Beobachtung sind.

00:24:01: Vor allen Dingen meine Leberwerte.

00:24:06: Ich bin immer informiert über meine Leberwerte.

00:24:09: Und es hat sich dann ja so ein bisschen hochgesteigert, die letzten Jahre, dass mein Arzt immer gesagt hat, den ich auch wirklich... ...fünfundzwanzig Jahre kenne.

00:24:19: Der gesagt hat, ja, wir kennen es aber dir jetzt kein, mit den Lieberwerden.

00:24:22: Bislang ist das immer alles gut gewesen, aber jetzt musst du dir die Sorgen machen und... Also, nee, das hat er nicht gesagt.

00:24:29: Also, jetzt musst du dran arbeiten.

00:24:30: Das wäre so schade, wenn du jetzt mit einer Lieberzerose stirbst oder so.

00:24:36: Also, das solltest du wirklich was tun.

00:24:38: Die Werte müssten ein bisschen runter und sieh mal zu und so und so und so und so und so.

00:24:43: Und dann kam diese Angst zwischendurch.

00:24:45: Dann kam wirklich Angst auch und Bocklichkeit.

00:24:48: Ich lasse das jetzt sein.

00:24:51: Ich trink jetzt nichts mehr.

00:24:53: Dann ging man da hin.

00:24:54: Dann waren die Werte besser.

00:24:55: Das war ein positives Zeichen.

00:24:57: Dann wurde mir auch gesagt, guck mal, hat sofort einen Effekt.

00:25:00: Der Wert ist runter und es geht besser so und so.

00:25:04: Und dann denkste, guck mal, das hast du doch jetzt gelernt.

00:25:07: Weißt doch, wie es geht.

00:25:09: Ja, und drei Wochen später hast du wieder die Flasche Wortgabe als was das wieder so.

00:25:16: Also ich glaube, dass das, auch wenn du, wo wollt ich jetzt hin?

00:25:28: Also ich glaube, dass das jeder hat.

00:25:32: Und genau, und wenn du so eine Pille einschmeißt oder so, dass das funktioniert einfach nicht.

00:25:38: Ab einem gewissen Alter rechnest du einfach damit.

00:25:41: dass irgendwo du eine Quittung kriegst?

00:25:43: Nein, nee.

00:25:44: Aber was für eine furchtbare Zeitverschwendung, weil es ist eh zu

00:25:47: spät.

00:25:49: Und weißt du, was noch dazukommt, was ich ganz schlimm finde, ist, ich bin ja mein Leben lang auf der Suche nach der Ausrede nicht zum Arzt gehen zu müssen, weil ich einfach auch schiss hab davor, dass jemand an mir rumfummelt, mir irgendeinen Nadel in den Körper jagt oder mir irgendwelche Geschichten erzählt, dass ich bald sterben muss.

00:26:02: Ich will das nicht hören.

00:26:03: Weil ich denke, das hat auch irgendwie einen Einfluss und so.

00:26:05: Und jetzt passiert Corona.

00:26:07: Und seit Corona, ganz ehrlich, ich meine, der Stimme vor, dieser ganze Bereich Gesundheit, Pharmaindustrie, Medizin, Rezepte, alles das, was ja eigentlich mal was Gutes war und was Wertvolles und so, ist ja plötzlich in ein Licht gerückt worden von üblermischpokemacherei, Geldverdienerei und so was alles.

00:26:24: Und dann hab ich jetzt ja Freunde auch in der Branche sozusagen, die relativ hoch hier im UKI auch so angesiedelt sind.

00:26:31: Ich meine, wenn du mit denen privat sprichst und dann sagen die so ganz selbstverständlich, na ja, So ein Hausarzt lebt ja auch davon, dass er das oder das Medikament verschreibt.

00:26:38: So, jetzt stell dir mal vor, da ist der Hausarzt, der kriegt zehntausend Euro eine Yacht oder ein Haus in Spanien geschenkt, wenn er, sag ich mal, hundert Einheiten von Medizin X verkauft.

00:26:49: Und dann kommst du da rein als Patient, du bist kerngesund, aber er müsste noch eine Einheit verkaufen, damit er dieses schöne Haus verkauft.

00:26:54: Aber nur eine Einheit, der sagt ganz ehrlich, das hätte ich früher nie gedacht, aber ich bin mir heute ganz sicher, der Arzt wird sagen, Herr Brandt.

00:27:00: Also sie müssen tatsächlich mal hier Spidolin L nehmen, ganz dringend, ja?

00:27:06: Spidolin L.

00:27:07: Was?

00:27:08: Spidolin L müssen sie nehmen, weil bei ihnen ganz bedauerliche Werte.

00:27:12: Du kannst doch gar nicht mitreben, es ist wie bei Auto.

00:27:14: Wenn der Mann in der Autowerkstatt sagt, ja, ihr Kompensationsvergaser ist ja auf zwölf, der muss auf siebzehn sein, dann sagst du, ja, weiß ich jetzt auch nicht so genau.

00:27:23: Ich hätte

00:27:24: das Spidolin

00:27:25: L. Ja, das ist Spidolin L. Ich leide das bei meinem Auto auch.

00:27:30: Also es ist nur, weißt du, das Vertrauen ist doch weg.

00:27:33: Und dann kommen noch Google dazu.

00:27:34: Dann gehst du in Google rein.

00:27:36: Als ich den Huppel hatte, habe ich direkt Google.

00:27:40: Was meinst du, was da alles steht?

00:27:41: Geschwüre.

00:27:44: Und da hat wahrscheinlich mein Körper so Angst gehabt, weil er im Himmel, das muss alles amputiert werden, das Leben ist vorbei.

00:27:50: Und dann hat er das Geschwür wahrscheinlich gesagt, pass auf, jetzt hau ich ab, ihr habt keinen Bock mehr.

00:27:53: Hier ist ganz unangenehmes Klima, hier gehe ich wieder.

00:27:59: Also ich könnte mich ja immer, ich brauch glaube ich Speedolid L, dass ich bestimmt auch gegen verquerte Sätze, ich muss immer noch ein bisschen lachen über das, was ich da vorhin für sein bin, über der L, über einer L. Ich weiß auch, wenn ich ehrlich bin, gar nicht genau, wo ich hinwollte.

00:28:15: Aber das eine ist, dass man sich halt eben immer doch irgendwie Gedanken macht.

00:28:20: Ich glaube, da ist jeder gleich, der eine mehr, der andere weniger.

00:28:24: Zweiter Aspekt ist natürlich, aus welchen Grunde macht man das?

00:28:27: Und da bin ich ja, hat man mir mal gesagt, was ist das?

00:28:29: Wie soll

00:28:30: es weiterreden?

00:28:36: Ich hab ja, hat mir mal jemand gesagt, dass ich dieses christliche Denken hab.

00:28:39: Das stimmt auch.

00:28:40: Das ist von meiner Mutter immer so ein bisschen dieses, dafür kriegst du eine Strafe.

00:28:45: Weißt du, dass du irgendwas machst?

00:28:47: Dafür kriegst du eine Strafe.

00:28:49: Weißt du?

00:28:49: Das war früher, früher, wenn ich zum Beispiel.

00:28:52: Also guckst, ich hatte die gerade drin.

00:28:54: Wir möchten jetzt nicht wieder Stunden über Kuchsen reden, aber ich hatte die gerade drin.

00:28:58: Dann kam der Gedanke so, jetzt traf der liebe Gott dich.

00:29:01: Was was ich, dein Freund ist gerade ins Krankenhaus gekommen.

00:29:04: Jetzt musst du mit solchen Puppeln, musst du jetzt ins Krankenhaus gehen oder musst du da hinfahren?

00:29:12: Also man kriegt eine Strafe und ich glaube, dass man Also das ist etwas, was in mir irgendwie steckt, dass ich immer der Meinung bin, ich müsste noch für irgendwas bestraft werden.

00:29:26: Das geschieht dir recht.

00:29:29: Aber

00:29:29: hast du dir alle Mühe gegeben, auch zu sagen, komm bestraft mich?

00:29:32: Willst du das gerne hin?

00:29:35: Na ja, ich meine, da ist er irgendwo hermussig.

00:29:39: Ja, wenn es wäre doch schön, wenn ich draufstehen würde, wäre es natürlich super.

00:29:42: Aber ich glaube ... Ja, das wird jetzt alles sehr philosophisch, aber meine Mutter hat ja immer wieder jetzt nicht so nahe zu reden, die hört diesen Podcast ja auch immer, oder manchmal, aber die hat natürlich immer schon gesagt, ja so was kommt von so was?

00:30:00: und natürlich ist ja diese Generation, ja.

00:30:05: Der berühmte Zersatz in meiner Familie, über dem wir alle lachen, ist, du, da kann ich dir auch nicht heifen, du musst dir selber wissen, bist ja alt genug.

00:30:13: Ja, pass auf.

00:30:15: Das hier.

00:30:15: Weißt du, was das ist?

00:30:16: Das ist kein Spidulin L, sondern ich hab das zu Weihnachten geschenkt bekommen.

00:30:20: Ich dachte, ich musste das erklären im Zusammenhang.

00:30:23: Nicht, dass jemand fragt, was macht der da?

00:30:24: Hast

00:30:24: du neulich in Wodka schon mal gemacht?

00:30:26: Was ist denn das jetzt?

00:30:26: Ja, in den achtziger Jahren hat man sich ja sonst was in die Nase gefliffen.

00:30:29: Das hier ist ein... Wie soll ich sagen, eine Creme, ein Gel und zwar Menthol eigentlich im wahrsten, also im wesentlichen, aber mit CBD.

00:30:38: Menthol und CBD ist da drin.

00:30:39: Ich weiß nicht, ob das CBD nur einfach Verkaufs-Trick ist, ist mir auch völlig scheißegal.

00:30:43: Fakt ist, wenn du dir das zeugst, das ist so eine ganz zarte, sehr nach Pfefferminz oder eben nach Menthol, nicht Pfefferminz, nach Menthol riechen und sagen, wenn du die so um die Nase, die schmierst, ne, dann atmest du, das ist so geil und das macht, es ist richtig, das äffnet das Gehirn, das macht richtig gesund und so.

00:31:00: Und ich hab das, Weit ich das benutze, denke ich, diese Viren, die von außen überall eindringen in mein Körper und mich krank machen wollen, haben gerade heute gelernt, dass die Grippeimpfung nicht schützt.

00:31:12: Egal.

00:31:12: Auf jeden Fall habe ich, denke ich, mir das schützt, weil wenn die Viren da reingehen und dann... Oh, hier drin stinkt das aber nach nach.

00:31:20: Wenn wir keinen Bock, dann gehen die direkt wieder raus.

00:31:22: Und das ist auf jeden Fall ein gutes Produkt.

00:31:24: Ich glaube an solche... Es ist kein Spieldolinell.

00:31:26: Das muss ich jetzt sagen.

00:31:27: Es ist einfach nur ein gutes Produkt.

00:31:29: Ja.

00:31:30: Also ich glaube, dass wir Menschen in der Beziehung doch alle gleich sind.

00:31:36: Einer hat mehr Angst vor Krankheiten, der andere weniger.

00:31:40: Aber die Frage ist, womit kann man das ausgleichen?

00:31:42: Und ich glaube, um wieder auf das Alter zurückzukommen und wie das so werden wird und wie das auch so ist.

00:31:52: Für mich, ich denke bei vielen Dingen, ja, das ist das Letzte.

00:31:59: Teil, was ich mir gekauft habe oder was ich benutze.

00:32:04: Aber das ist auch schön.

00:32:05: und dann denke ich, dann ist es so ein bisschen wie Oma, die einfach nachher immer ihre Kaffeekanne hatte und auch keine neue Wollte.

00:32:12: Die hat einfach immer so die Einigart.

00:32:14: Ich habe das zum Beispiel jetzt mit meinem Thermomix.

00:32:23: Dein letzter Thermomix.

00:32:25: Jetzt wird es, Freunde, wir reden gleich über, ich sage schon, ich kündige das schon mal an, wer er redet, zieht jetzt eine Thermomix-Geschichte, danach sprechen wir über das tollste Rauscherlebnis, was wir jemals hatten.

00:32:36: Aber jetzt reden wir über Thermomix.

00:32:38: Es muss ein kleiner Cliffhanger sein, nicht, dass jemand wegstaltet.

00:32:41: Dein letzter Erzähl über deinen letzten Thermomix.

00:32:44: Mein Thermomix ist mir ans Herz gewachsen, weil der dreht auch rechts rum, die alternatische Sünden.

00:32:51: Nein, mein Thermomix.

00:32:53: Den habe ich zur Hochzeit bekommen, von meiner Schwägerin und von meinem Schwager.

00:32:59: Und das ist ja nur auch schon zwölf Jahre, ja?

00:33:05: Drei, zehn Jahre.

00:33:08: Und zu der Zeit war ich noch so, oh, das ist so blöd, jetzt hast du diese Maschine, wenn dann der Neue kommt, den müsst ihr auch haben.

00:33:15: Mittlerweile sieht der Thermomix ja aus wie so ein... Hast du den mal gesehen?

00:33:19: Er ist in schwarz.

00:33:19: Da sieht er aus wie du ohne.

00:33:21: Da sieht er wirklich aus.

00:33:22: Da ist deine Opa da drin.

00:33:24: Da sieht er aus wie du ohne.

00:33:26: Und ich habe aber noch den ganz alten.

00:33:28: Und meine Frau hasst ihn.

00:33:30: Am Anfang fand sie den auch ganz schön.

00:33:32: Aber jetzt dachte ich, ich hasse dieses Ding.

00:33:34: Der geht mir so auf die Nerven.

00:33:36: Der ist auch in meinem Schrank geholt.

00:33:37: Ich mache damit immer morgens mein Smoothie.

00:33:40: Und ich benutze den sehr viel.

00:33:42: Ich denke, damit kann man kochen.

00:33:45: Kinderfilet mit Klöße auf Kapern oder sowieso machst du damit?

00:33:48: Ist das ein Saftmaschine?

00:33:50: Nein, das ist ja ein großer Topf, in dem unten Messer drin sind, die sich sehr schnell drehen und irrsinnig kräftigen Mutter haben.

00:33:59: und dieser Kochtopf, der kann halt etwas über hundert Grad kochen.

00:34:04: Und damit kannst du halt häckseln und schneiden und malen und was was und pürieren.

00:34:10: Und aber eben auch kochen.

00:34:11: Du kannst auch Nudeln.

00:34:12: Ich mach Nudeln, mach ich dort so.

00:34:13: Ich mach heißes Wasser rein und dann gibst du den Nudeln.

00:34:16: Du brauchst das nicht rühren, weil er rührt das halt selber.

00:34:19: So.

00:34:20: Und damit kannst du auch Smoothie machen.

00:34:21: Ich schmeiß da morgens gefrorene Früchte rein und ein bisschen Karottensaft und so.

00:34:28: Und dann ... Lauch.

00:34:35: Kerbomix ist Lauchalarm.

00:34:38: Das kommt da alles rein.

00:34:41: Und dann trink ich das.

00:34:47: Und der Über, es gab eben einen fließenden Übergang von, hole ich mir jetzt das neue oder hole ich mir nicht den neuen Thermomix?

00:34:59: Ach, ich glaube schon mit dem neuen Thermomix.

00:35:01: Dann, was du mit dem Thermomix nicht machen kannst, du kannst mit dem nicht anbraten, weil der ist unten so schmal, du kannst mit dem nicht anbraten.

00:35:09: Das Ganze aber mit dem Bosch Cookit.

00:35:11: Das gibt von Bosch ein, der heißt Cookit.

00:35:15: Die haben das ausgenutzt, haben gesagt mit uns und können sie ja auch anbraten.

00:35:19: Also dann brauchst du diesen Topf, du brauchst nicht einen anderen Topf, kannst du alles in einen Pott machen.

00:35:24: So, dann habe ich gedacht, wenn, also dann kaufe ich mir kein Thermomix mehr, dann kaufe ich mir den Cookit von Bosch.

00:35:32: Und jetzt bin ich aber in so einem Alter.

00:35:35: Das ist irgendwann passiert.

00:35:37: Und das ist aber... nur für den Zuschauer zu Hause.

00:35:41: Es ist dann einfach da und das geht ganz plötzlich.

00:35:44: Irgendwann nehme ich diesen Thermomix da raus, gucke ihn an und denke, das ist mein alter Thermomix.

00:35:51: Hoffentlich hält er noch zwanzig Jahre.

00:35:54: Ich will auch gar keinen neuen mehr haben.

00:35:56: Das ist so mein...

00:35:59: Du hast ein romantisches Verhältnis zu dem Hochzeitsgeschenk, der daherkam, also eine Liebesbotschaft, die verkleidet war als Thermomix.

00:36:06: letztlich, kann man das sagen.

00:36:07: Man

00:36:08: kann das so sagen, aber es ist eben auch, es ist die alte Kaffeekanne von Oma, die dann gesagt hat, ich brauche keine neue Kanne.

00:36:19: Oma, es gibt so ganz tolle stylische Tanken, die halten auch warm.

00:36:23: Ja, brauche ich nicht, ich habe ein Stöpfchen.

00:36:25: Ich habe die jetzt schon hundert Jahre und so.

00:36:28: Und weißt du, was mir auch hilft bei der Angst, bei der Hysterie, um Hubbelchen und um Altwerden?

00:36:44: Und das habe ich gerade wieder für mich entdeckt.

00:36:47: Und das Blöde ist, dass diese Rituale immer abbrechen.

00:36:53: Ganz viele Momentan halte ich ja ganz toll durch, aber manche brechen immer ab, das ärgert mich.

00:36:59: Das ist... Eine schöne Tasse Weggis oder Vanillité, Kandis und Sahne.

00:37:15: Das ist ein sehr schönes Ritual, finde ich.

00:37:18: Auch dafür habe ich ein bestimmtes Gerät.

00:37:23: Ich habe einen Glaskrug, da stelle ich einen Spiritusbrenner drunter, da ist Wasser drin im Glaskrug und da oben kommt ein Kolben drauf.

00:37:35: Und in diesen Kolben tue ich den Tee.

00:37:38: Dann fängt das Wasser an zu kochen und steigt dann in den Kolben auf, oben, durch das Vakuum, was unten entsteht.

00:37:48: Also unten fängt das Wasser ja zu kochen an und der Überdruck drückt das Wasser nach oben in den Kolben, wo der Tee drin ist.

00:37:55: Und wenn das alles oben in dem Kolben ist und sich mit dem Tee vermischt, nehme ich die Flamme weg und dann läuft der Tee runter in die Kanne.

00:38:06: und ich habe den besten, kräftigsten, er ist kräftig, Vanille Tee oder Earl Grey Tee oder Wilkie Tee.

00:38:16: Den gieß ich dann in eine der wunderschönen Tassen, die ich von Dagmar übelst.

00:38:20: Ich hab von Dagmar das komplette T-Servie geschickt, wo ich von der Zeltablaulich hab.

00:38:27: Die hat mir das komplette T-Servie geschickt.

00:38:33: Ich hab gedacht, ich dreh ab.

00:38:35: So ein Karton kam hier an und dann hat sie gesagt, wenn es einer zu ihren, dann du.

00:38:40: Das hat sie aus ihrer Familie geerbt irgendwie.

00:38:44: Und jetzt habe ich diese schöne These, wie wieder komplett, was ich mal mit meinem Freund angefangen habe, mit diesem blauen China-Muster drauf.

00:38:51: So, und dann kommt Candice in die Kasse und dann gieße ich den ein bisschen bei dem Teto da rein, rühre das um.

00:38:58: Und dann fülle ich das einfach immer nur noch mit T auf, ohne zu rühren und lasse dann von der Seite ein bisschen Sahne, ohne zu rühren in diese T-Tasse.

00:39:07: Und dieses Ritual, das liebe ich genauso, genauso wie mein Thermomix.

00:39:15: Aber es ist, und das ist das Spannende, es ist das Ritual, um das es geht, richtig?

00:39:22: Ja, aber die Liebe zu meinem Thermomix ist auch ein Ritual, nämlich an Dingen... festhalten und sagen die begleiten mich jetzt so lange.

00:39:31: ja Früher hat man doch gerne irgendwas weggewar kaputt kam weg.

00:39:36: heute.

00:39:37: ich will das immer alles retten ich will das alles behalten.

00:39:40: weiß ich bin so.

00:39:42: ja

00:39:44: also ich sag mal so.

00:39:45: ich finde das.

00:39:48: Ja, das verstehe ich.

00:39:49: Kannst du dir vorstellen, was wir gerade machen?

00:39:51: Wir machen gerade eins, wir probieren gerade unseren Haushalt zu halbieren.

00:39:55: Das ist so dermaßen, warnwitzig, dramatisch und schmerzhaft, weil ich ja gar nicht weiß, was man jetzt rausschmeißen.

00:40:01: Also, was soll man jetzt rausschmeißen?

00:40:03: Also, was darf weiter mit dir an deiner Seite sein und was darf nicht an deiner Seite sein?

00:40:09: Und so weiter und so fort.

00:40:11: Ja, also da muss ich sagen, wenn du da Hefe brauchst, dann musst du dir meine Frauen, die ist da super.

00:40:17: Ja.

00:40:17: Wenn du nämlich hier das Geräusch der Müttern hörst.

00:40:20: Ja.

00:40:21: Irgendjemand in dieser Familie, also meine Tochter oder ich, rufen ganz laut, Vanessa, dann kommt von oben, ja, nimmst du wieder raus.

00:40:34: Vanessa immer gerne entsorgt.

00:40:36: Du sagst da nur, du hörst das Geräusch der Mütter.

00:40:41: Mama, ja, ja, schuldigung, nimmst du wieder raus.

00:40:46: Ja, das ist halt... Gut, jetzt müssen wir kurz schwenken, damit wir zu diesem anderen erfreulichen Thema kommen.

00:40:51: Ich hatte ja vorhin einen Cliffhanger eingebaut, falls die Menschen, die sich mit Alter und ähnlichen Dingen nicht beschäftigen worden sind.

00:40:56: Weil ich, das hat auch damit zu tun mit dem Gesamthema, ehrlich gesagt.

00:40:59: Aber wenn du jetzt mal zurückblickst, in diese ganzen Sündenfühle, die du hinter dir hast, gibt es diesen einen Moment, weil ich, ich hab das deswegen, das wollte ich vorhin schon sagen, weil, als du erzählt hast, die Menschen, die sich nichts gönnen, die Menschen, die immer ganz gesund leben, die alles richtig machen, die so.

00:41:15: Und wir haben ja im Prinzip gegenteilig, muss man sagen, gelebt, wobei wir im Gegensatz auch wieder zu vielen anderen aus meinem Umfeld zumindest, die daran zugrunde gegangen sind, die keinen Ausstieg gefunden haben, die sich selber zu Tode gekocht, gefixt, gesonst was haben.

00:41:27: Ja, aber Moment, da haben wir da Glück gehabt.

00:41:30: Ja, wir haben total Glück gehabt, dass wir einen Ausstieg gefunden haben, absolut.

00:41:34: Oder können wir uns das zuschme- zurechnen?

00:41:36: Das können wir, das ist das, dass wir das gesto- das gibt nicht so viel.

00:41:40: Haben

00:41:40: wir Verantwortung für uns übernommen und haben recht?

00:41:43: Ja.

00:41:43: Nicht nur für uns, sondern auch für andere, auch im Sinne dessen, guck mal, du hast ja eine Botschaft zu verbreiten und du hättest jetzt in der Verzweiflung darüber, dass die Menschen sich so schräg entwickeln und die Zeit so scheiße ist, hättest du auch einfach dir die Adern voll pumpen können mit irgendwelchen Drogen und einfach Abschied neben von der Welt.

00:41:58: Ich glaube, wenn du auf Heroin erst mal bist, ist dir auch das Sterben egal irgendwie.

00:42:02: Also ich glaube, da haben wir den Ausstieg geschafft und haben ja das, also ich zumindest kann du über mich sagen.

00:42:08: Ich habe ohne jeden Arzt, ohne alles von Selbstbrauchen, Drogen, das Ganze, hab ich alles selbst aufgehört.

00:42:14: Und hab es einfach gemacht und fertig aus.

00:42:15: Und das hat mir in meinem beruflichen Leben danach, also dann bei ... Pro sieben Endemol AI da sonst irgendwas immer total geholfen, weil ich diese Erfahrung gemacht habe mit Drogen und weil ich jedem anderen sofort ansehe, wenn er was genommen hat.

00:42:27: Und ich kann dir auch sagen, was er genommen hat.

00:42:29: Und ich kann dir auch sagen, wann er's genommen hat.

00:42:30: Und ich weiß auch genau, wo ich zu dem zu sagen habe, damit das nicht nochmal vorkommt.

00:42:33: Wenn jemand vor einer Sendung sich was reinpfeift oder vor einer Show sich was reinpfeift und so, das kommt nicht in die Tüte, das macht man nicht.

00:42:40: Und fertig, weil es wird gar nicht mal für den Moment.

00:42:42: Das kann sein, dass er im Moment sogar dann besser ist.

00:42:44: Aber es wird für sein Leben negativ ausgehen, weil irgendwann kannst du nicht mehr ohne, dann bist du am Arsch.

00:42:49: So.

00:42:50: Ich glaube aber, dass wir das Glück hatten, vielleicht weiß ich nicht.

00:42:52: Also ich zumindest hatte das.

00:42:54: Hast du einen Moment, wo du sagst, da hast du irgendein Abend gehabt, wo du dir was reingefiffen hast und das war wirklich Outstanding?

00:43:01: Das war ein großartiges, wunderbares, tolles Erlebnis, was du bis heute noch weißt.

00:43:06: Oder war es bei dir mehr so betäubungsmäßig?

00:43:11: Also ich habe, nein, ich habe Drogenabende.

00:43:16: Erstmal muss ich sagen, habe ich nie eine Show gemacht unter Drogen.

00:43:20: Also ich habe nie vor der Show irgendwas gemacht.

00:43:25: Ich kann mich erinnern, ich bin mal einmal im Schmitttheater.

00:43:28: Das muss aber eine große Ausnahme gewesen sein.

00:43:31: Das ist so weit weg, dass ich mich fast nicht mehr daran erinnern kann.

00:43:34: Aber ich weiß, dass es das gab.

00:43:36: Und ich denke dann immer, du sagst immer, du würdest, du hättest keine Drogen genommen vor der Show.

00:43:40: Das habe ich auch wirklich nie.

00:43:41: Ich habe auch noch nicht mal ein Bier getrunken.

00:43:43: Selbst in der NDR Talk Show habe ich vor meinen, wo die allen Glas Sekt getrunken haben, habe ich immer gesagt, nein.

00:43:49: Ich trinke hinterher gerne irgendwas.

00:43:51: Aber vorher schon nicht, mache ich nie.

00:43:52: Brauche auch keinen Schnaps zum Aufwärmen oder irgendwie so ein Kram.

00:43:56: Aber ich weiß, im Schmitz gibt es diese Situation.

00:44:00: Ich bin da mal erwischt worden.

00:44:01: Da gab es irgendeine Saalchefin, die hat das mitgekriegt, dass ich mir dann ein Nasekuchs reingezogen habe.

00:44:06: Und die hat dann irgendwie gesagt, das müsste ich jetzt eigentlich melden, aber jetzt bleibt das jetzt mal unter uns und so und so und so.

00:44:13: Die fand er da sowieso immer ein bisschen locker.

00:44:16: Und also das sage ich jetzt.

00:44:19: der Ehrlichkeit halber.

00:44:20: Ich habe das nie gemacht, aber es gab diese Situation im Schmitz mit der.

00:44:25: Also werde ich es wohl doch irgendwie das ein oder andere Mal gemacht haben.

00:44:28: Es gibt eine Situation auf der Bühne, wo ich bereit war.

00:44:32: Da hat mein Brüherer-Freund Hannes mich eingeladen.

00:44:35: Ich bin in die Schweiz geflogen und wir haben bei dem gegessen und der hat Hasch in die Bolognese-Sauce gemacht.

00:44:42: Und was ich da sagen kann, ist, ich bin von der Bühne gegangen und dann bin ich dem, ich wusste ja nicht, was los war.

00:44:49: Ich bin in der Schweiz auftreten, ich war dann immer so unsicher.

00:44:52: Dann bin ich zu dem gegangen und hab gesagt, also heute, heute, ich hab das Gefühl gehabt, ich war ein Rockstar.

00:44:59: Also diese Lampen, was haben die denn hier für ein sensationales Licht gemacht?

00:45:04: Haben die ein neues Licht?

00:45:06: Und der stand so grinsen vor mir und ... Und ich habe immer gedacht, was will er denn von mir?

00:45:11: Und ich war total berauschen.

00:45:12: Irgendwann ist das übergeschlagen.

00:45:14: Dann habe ich gesagt, ich glaube, ich muss nach Hause.

00:45:16: Mir geht es gar nicht gut.

00:45:17: Dann hat er mir das gesagt, was ich natürlich total unverfand.

00:45:20: Also da habe ich mal gemerkt, was das bewirken kann, wenn du so kiffst oder so und machst die Show und so.

00:45:29: Aber ansonsten verbinde ich mit Drogen immer nur die ersten fünf Minuten toll und dann sechs Eskapaden bis zum Geht nicht mehr.

00:45:38: Und dann Aber pure Unglück, pure Einsamkeit, pure Unglück, pure Angst, pure Panik.

00:45:46: Pures ganz schlecht fühlen, ganz schlecht fühlen, Versager.

00:45:50: Ganz, ganz, ganz, ganz, ganz schlimm.

00:45:54: Nicht enden wollen der Ex-Hesse.

00:45:57: Total spannend, weil ich hab... Also ich habe im vierzten Internat angefangen, habe ich gesehen, die Großen machen da was und dann gackern die hinterher, das fand ich auch ganz geil, das wollten wir ausprobieren.

00:46:06: Ich habe viele Momente gehabt, wo wir was gekifft haben und haben uns dort gelacht darüber oder haben total lecker Kekse gegessen danach und die Kekse haben besser geschmeckt als vorher, weil man eben bekifft war irgendwie und so.

00:46:17: Ich habe viele lustige Sachen erlebt, ich habe also jetzt einmal Backstage mit, keine Ahnung, alles was an Bands unterwegs war in den Achtzigerjahren, habe ich mir da irgendwas Zeug reingefiffen und so.

00:46:26: Und das war immer lustig und spannend und kollektiv und Gemeinschaftsgefühl und Ritual.

00:46:30: Heißmachen, reinbröseln, Kleinhacken, Nase.

00:46:33: Wir gingen immer ganz viel um das Ritual, um das Gemeinschaftsding und so.

00:46:37: Und da waren noch einige richtige Promis dabei.

00:46:40: Und zwar richtige Promis, mit denen ich da zusammengesündigt hab in spektakulären Locations und so.

00:46:46: Ja, das alles war toll.

00:46:48: Aber es gibt bei mir dieses eine Erlebnis, was ich seitdem im Kopf habe, was ich nie wieder los geworden bin und was wirklich ... Völlig anders war als alles andere.

00:46:56: Ich habe nur natürliche Sachen, also z.B.

00:46:59: so Sachen, Heroin z.B.

00:47:01: würde ich nicht im Leben nicht probieren, weil das nicht meine, weil ich weiß, wie es ausgeht.

00:47:04: Ich wäre nicht blöd.

00:47:05: Also ich feiere nicht mit dem Auto mal so testen, wie schnell kann man auf der Mauer zufahren und ohne zu bremsen.

00:47:09: Das meine ich, sondern ich weiß da, wie es ausgeht.

00:47:11: Also lass ich es bleiben und ich habe immer probiert irgendwie die... den Hintergrund einer Droge zu verstehen.

00:47:16: Also bei Kokain, ich war in Südamerika, ich weiß, wie das produziert wird, ich weiß, wie man das unterscheiden kann, ich kenne mich mit Qualitäten aus, wie als Obst ein Handwerk wäre und so.

00:47:23: Das Gleiche gilt für Hasch, ich weiß genau, ich war im Riffgebirge, ich habe gesehen, was die Bauern da machen mit ihren Leder-Schürzen, wenn sie durch die Felder gehen und wie das entsteht und was da auch passiert, um das zu verlängern oder zu strecken und so.

00:47:35: Also da habe ich, ich habe da viel handwerkliches Wissen.

00:47:37: und dann das Gleiche gilt für Pilze, welche Pilze waren wie, wo, wie macht man das und was muss man da zu essen?

00:47:42: und so.

00:47:43: Aber ich habe einmal etwas erlebt, das war völlig outstanding.

00:47:46: Und wenn man über Alter redet und über Abtreten von der Welt und so, habe ich das irgendwie immer im Kopf.

00:47:51: Und zwar, ich habe mal Rauch-Opium probiert.

00:47:54: Hast du das mal probiert?

00:47:55: Nein.

00:47:56: Ich habe Rauch-Opium probiert.

00:47:58: Und zwar mit Menschen zusammen, die ich außer einem nicht kannte.

00:48:05: Alles ältere Herren.

00:48:07: Ältere Herren.

00:48:08: Eben auch, als wir da in Marokko unterwegs waren.

00:48:12: Und das war so wie ich dachte eigentlich, ja, ja, das ist jetzt wie ein bisschen Kiffen aus so einer langen Pfeife und so.

00:48:19: Das ist doch was Exotisches auch.

00:48:20: Und ich nehme nur ganz wenig.

00:48:21: Ich bin nur mal testen.

00:48:24: Und was dann passiert ist, und das ist für mich so der, deswegen kann ich brauche.

00:48:28: Ich sage mal, ich würde so gerne diese schlechten Gedanken ausschalten.

00:48:31: Dann habe ich einen Zug genommen.

00:48:33: Dazu gab es einen dubiosen Pfefferminztee.

00:48:36: einen sehr, sehr starken und sehr, sehr leckeren, unglaublich gehaltvollen.

00:48:41: Warnwitzig, nachdem ich gezogen habe, war das ein Pfefferminztee, der im Mund groß geworden ist und das ganze Gehirn durchflutet hat, der ganze Körper war voll Pfefferminztee.

00:48:50: Du weißt

00:48:51: doch, was ich denke, das ist der Thema.

00:48:54: Ja, nee, ich hatte ja vorher, wie gesagt, diesen einen Zug genommen.

00:48:57: Und da war dieser Pfefferminztee so unglaublich warm und süß und lecker.

00:49:01: Und dann hab ich mich da, dann waren da so, das waren so, das waren so, also ... Rund in so einem Zelt, bei warmen Sommertemperaturen, da liegen auf so Liegen gelegen, also da waren gar keine Liegen, das waren Matten, Matten eigentlich auf dem Fußboden gelegen, mit so einem Kopfkisten und so.

00:49:19: Und dann war es irgendwann vier Stunden später.

00:49:23: Und ich war vier Stunden lang so unglaublich warm, glücklich, rund, schön, positiv.

00:49:34: Es war weg von der Welt und du hattest nur Glück.

00:49:36: Es war komplett, ich weiß nicht, ob das Endorf hin, ich kenne mich da ja nicht aus mit der Chemie, aber es war das pure, hundertprozentige Glück im Körper.

00:49:46: Der ganze Körper, alles, alles, alles war einfach nur schön, warm, glücklich, herrlich.

00:49:52: Dieser Tee, der ganze Körper durchflutet.

00:49:57: Und dann war es vier Stunden später.

00:49:59: Angefühlt hat sich sie zwanzig Minuten, aber es waren vier Stunden später.

00:50:02: Und dann kommst du so langsam wieder auf die Erde zurück und meine Kumpels und ich haben uns angeguckt und haben gedacht, das ist das größte Glück, was es gibt.

00:50:15: Und davon musst du echt die Finger lassen, weil davon kannst du nicht genug kriegen.

00:50:19: Und das ist ja, also Rauch-Opium ist ja, ist ja, Opium ist ja auch die Basis für Heroin.

00:50:23: So ist das gefährlicher Stoff?

00:50:25: gar keine Frage.

00:50:26: Aber in dem, wenn du siehst, dass daraus passiert, in Form von Heroin oder sowas alles wieder, wie was da passiert und was das, dass die eigentliche Pflanze auslöst, das hat, das habe ich nie wieder aus meinem Kopf weggekriegt.

00:50:38: Ich habe das nie wieder, ich habe da nie wieder Kontakt zu gehabt.

00:50:40: Das ist ja nicht was, was man irgendwo kaufen kann oder so.

00:50:43: Aber es war für mich so ein, ein, ein Erlebnis, was ich bis heute, bis heute denke ich, also wenn ich so, ich habe so ein Buch gelesen, gerade hat mir jemand geschickt aus der Community über Menschen, die so Nahtoderfahrung hatten.

00:50:54: Und für mich Wenn ich das lese, klingt das ganz viel so wie dieser Zustand nach diesem einen verdammten Zug.

00:51:03: Ein Zug aus einer langen Pfeife von einer kleinen schwarzen Kugel.

00:51:08: Ein Zug.

00:51:13: Und dann schwebst du weg in einer anderen Sphäre und du bist einfach nur... Also ich habe danach auch nie wieder bei keinem... Es gibt ja viele Leute, die sagen, weil ich ja so ein bisschen... Ich bin ja als Bergerkind und ich tue mich echt schwer mit glücklich sein.

00:51:28: Also dieses Loslassen und sagen, wie toll ist das denn?

00:51:31: Wenn man so eine Show entwickelt hat oder ist verantwortlich dafür für eine Show, die dann am Ende aufgeführt wird und du siehst, die Leute haben Tränen in den Augen und sie klatschen und lachen, weil ja Ida war das ganz oft so, das macht mich schon sehr glücklich auch.

00:51:40: Da stehst du da bis glücklich.

00:51:42: Wenn ich sehe, dass jemand auftritt und der Laden ist voll und die Menschen haben Spaß, dann macht mich das total glücklich.

00:51:46: Und ich bin da stolz drauf und freue mich auch für mein Team, dass die daran gearbeitet haben, dass wir so erfolgreich sind.

00:51:52: Dieses richtig, dieses Glück, wo Leute manchmal ganz normale Leute sagen, da war ich so richtig glücklich im Urlaub am Strand, war ich so glücklich.

00:52:00: Ich kenne dieses Glücksgefühl nicht.

00:52:01: Da ist das einzige Mal in meinem Leben gewesen, wo ich wirklich komplettes Glücksgefühl hatte.

00:52:08: Alles, das war einfach nur schön.

00:52:14: Na ja, also, ja, aber...

00:52:20: Ich möchte nicht aufrufen, Drogen zu konsumieren.

00:52:22: Ich möchte es noch mal ganz deutlich sagen.

00:52:23: Es hat nichts zu tun.

00:52:24: Es ist ganz lange her und es war im Ausland.

00:52:28: Ich finde ja an dieser, also wir haben ja auch irgendwie das Thema Alter abgerutscht.

00:52:35: Ich finde einfach, dass man im Alter, dafür bin ich dankbar, doch, also ich im Alter, nicht Mann, ich im Alter, doch darüber nachdenke, wie ich mir solche Zustände erschaffe.

00:52:52: Also die müssen ja nicht so perfekt sein, aber annähernd so perfekt.

00:52:57: Und das sind halt diese Rituale.

00:52:59: Das ist zum Beispiel mein Tee.

00:53:02: Oder hier ist die Stimmung etwas angespannt, gerade wegen meiner Mutter, wegen meiner Frau.

00:53:08: So und dann sage ich, ich lege mich jetzt mal hin.

00:53:13: Ich lege mich mal eine Stunde hin und dann habe ich mir eine Kerze mitgenommen.

00:53:16: Ich schlach so gleich ein.

00:53:19: Aber ich habe mir eine Kerze mitgenommen, die habe ich mir ins Schlafzimmer gestellt und dachte, wie machst du dich jetzt da an und dann schläfste ein.

00:53:28: Und dann vielleicht, die duftet immer so gut, das riecht sie dann vielleicht, wenn du schläfst.

00:53:33: Also so ein bisschen, die Isoterik kehrt ein bisschen mehr ein.

00:53:40: Im Alter.

00:53:42: Also bei mir.

00:53:43: Hast du dieses, dass ich zum Beispiel habe, ist das kleine Glück, ist für mich jeden Tag, wenn ich meine Sendung mache oder wenn ich hier unter unserem Podcast gucke, was die Leute so schreiben und so.

00:53:54: Ich höre übrigens unser Podcast immer beim John ist so geil.

00:53:56: Ich höre mich selber an und finde mich selber geil.

00:53:59: Das ist auch feindlich ähnlich gesagt.

00:54:01: Das

00:54:01: war ich nicht.

00:54:01: Und ich musste ganz ehrlich sagen, ich lese ja auch immer die Kommentare.

00:54:04: Es gibt übrigens ein Kommentar, ich falte gerade ins Wort.

00:54:07: Es gibt einen Kommentar, da hat ich jemand gesagt, ich müsste mal ein neues Mikro haben.

00:54:13: Also ich habe echt ein Super-Mikro, das ist von Rode.

00:54:15: Aber ich glaube, das war bei dem letzten Mal, weil ich hier dran arbeite für meinen Kolumnenkram, wo die Leute sich vielleicht auch fragen, wann kommt denn das jetzt endlich?

00:54:23: Das zieht sich gerade noch ein bisschen.

00:54:26: Und da habe ich an diesem Mikro rumgedreht und ich glaube, ich habe es etwas verstellt, weil da fühlte sich jemand belästigt.

00:54:31: Weil er hat gesagt, man hört jedes Geräusch, kann zudem an das Mikro holen, die kleinsten Geräusche werden laut.

00:54:38: Aber ich lese diese Kommentare auch.

00:54:43: Mir ist aber jetzt aufgefallen, warum ich sie, warum man ungern darauf antwortet.

00:54:53: Ich lese die Kommentare, dann denke ich, das ist aber wirklich schön geschrieben.

00:54:57: Und dann will ich den beantworten und denke, schreibt da irgendwas zu, dann denke ich, Der drüber ist aber auch nett, dann ist der nachher böse, weil ich das beantworte.

00:55:07: Dann schreibe ich gar nicht, ich lese die dann, freu mich da drüber.

00:55:12: Dann kommt dieser Kommentar mit dem Mikro und dann denke ich, das kann ich ja eben aufklären.

00:55:17: Und dann denke ich, nee, du musst nur was Negatives schreiben, dann kriegst du auch eine Antwort.

00:55:22: Nein, ich antworte gar nicht, ich kommentiere gar nicht.

00:55:25: Also wenn man sich was vornimmt, ich würde gerne mehr Zeit, um diese Kommentare zu beantworten.

00:55:31: Wie kann man da jetzt sagen?

00:55:32: Wie kann man jetzt auf die Kommentare?

00:55:34: Es

00:55:34: ging ja im Wesentlichen um das Glück des Alters und um schöne Dinge, genau.

00:55:39: Es ist nicht so, dass ich jetzt immer unglücklich bin und so, das ist gar nicht so.

00:55:41: Aber dieses, weißt du, dass wenn so, ich beneide so auch zum Beispiel... Also in unserer Branche, wir machen ja was völlig Abgehobenes eigentlich.

00:55:50: Also Entertainment und so was.

00:55:52: Das ist ja kein echtes, also wie soll man sagen, Money for nothing and Chicks for free hat man von Daerstrays gesungen und haben sie völlig recht irgendwo.

00:56:00: Auf der anderen Seite ist es knallharte Arbeit, weil gerade in der Nichtmessbarkeit liegt die größte Bedrohung.

00:56:06: Jemand, der die Aufgabe hat in Stapel... A nach B zu bewegen, ja, in drei Stunden.

00:56:11: Der hat was Messbares.

00:56:12: Und wenn er es geschafft hat, ist er glücklich und zufrieden, hat er es geschafft.

00:56:14: Wir sind niemals glücklich und zufrieden, haben es niemals geschafft, weil es nicht so richtig messbar ist, was du tust.

00:56:19: Diese ganzen großen Stars, die auf Tournee gehen, die da hunderttausende von Leuten im Publikum sitzen haben und dann nach Hause kommen alleine, sind nie glücklich und zufrieden, nie.

00:56:28: Die wenigsten gehen hin und sagen, war richtig geiler Abend und das war's.

00:56:30: Die meisten sagen, ich bin plötzlich alleine, ich hab das nicht mehr, es ist weg, was hab ich falsch gemacht, die zweifeln an sich selber und deswegen sind sie auch so gut, weil sie eben immer an sich zweifeln.

00:56:39: Das ist, glaube ich, für normalen Menschen schwer nachzuvollziehen.

00:56:41: Aber ich denke eben manchmal, dass du gesagt hast, dass dieser Kiosk, ich glaube, dass das Leben eines Kioskbesitzers insgesamt wahrscheinlich viel glücklicher ist, als zum Beispiel jetzt unser Leben.

00:56:54: Auch wenn der jetzt meint, wegen weniger hat, wenn der weniger Liebe und weniger Erfolg kriegt.

00:56:58: Aber weißt du was?

00:56:59: Da kommt morgens der Jürgen, der zischt zumal ein kleines Astra am frühen Morgen.

00:57:04: Dann kommt die Maria, die nimmt immer Frau im Spiegel.

00:57:07: Und du hast zu allen nettes Wort und hast die Möglichkeit selber auch diesen Spirit sozusagen zu steuern und so.

00:57:13: Und du hast einen ganz klaren Tag, der beginnt morgens um neun oder um sechs oder irgendwann und endet dann irgendwie abends oder so.

00:57:19: Du kannst dich freuen darüber, dass der Lieferant heute mal pünktlich gekommen ist und kannst dich ärgern darüber, wenn er zu spät kommt.

00:57:24: Aber es sind so ganz klare, gerade schöne, messbare Dinge, die sich erfüllen.

00:57:31: Dann kannst du darüber glücklich sein.

00:57:33: Das haben wir ja eigentlich nicht.

00:57:34: Das ist ja nie so.

00:57:35: Also du machst jetzt die Strits auf vor vierhundert Leuten, hast einen richtig geilen Abend, alle flippen komplett aus und jubeln und blauen und hin und her, du gehst runter und sagst dir, boah, hätte ich das jetzt wirklich sagen müssen?

00:57:45: Da hat ja der eine vorne links und komisch geguckt.

00:57:47: Hoffentlich war der jetzt nicht getroffen, aber ja, auf der anderen Seite, ich bin ja der weiß ja woher.

00:57:51: Ja,

00:57:52: dann steht der Typ plötzlich in der Schlange ja und holt sich ein Autogramm und dann guckst du den an, denkst du, scheiße.

00:57:57: Na gut, dann spreche ich ihn mal an und da weißt er gar nicht wovon du redest, aber du hast zur Selbstzweifel, du hast gedacht und der weiß gar nicht wovon du sprichst.

00:58:03: Das passiert uns ja im laufenden Band.

00:58:04: Ich hab ja auch manchmal so, dann machst du irgendwas und denkst ja, ist das wirklich toll?

00:58:09: War das nötig?

00:58:11: Ja, es war für dich nötig und du fühlst das gut.

00:58:13: Da hab ich jetzt jemand damit unnötig da aufgeregt oder so.

00:58:17: Das sind so, glaube ich, Sachen, die sich normale Menschen nicht vorstellen können und die an einem natürlich nagen auch permanent.

00:58:21: Und je älter du wirst, ich glaube, desto mehr, weiß ich nicht, desto mehr Bekümmertheit hast du.

00:58:29: Früher bist du unbekümmert.

00:58:30: Und ich glaube, je älter du bist, desto mehr ... Bekümmertheit hast du in dir drin.

00:58:34: Was ist Bekümmertheit?

00:58:36: Bekümmertheit

00:58:36: ist, dass man sich um Sachen kümmert, um die man sich vielleicht gar nicht kümmern muss, wenn es um ein Selbst geht.

00:58:44: Ich glaube nicht, dass es das Wort Bekümmertheit übrigens gibt.

00:58:47: Dann haben wir es gerade kreiert.

00:58:48: Es gibt ja auch ein neues Medikament.

00:58:49: Wie ist das denn da?

00:58:51: Spirulinell.

00:58:52: Ja.

00:58:55: Spirulinell ist gut gegen Lauch und gegen Hubba, was?

00:59:02: Hubbel.

00:59:02: Gegen Hubbel.

00:59:08: Ich weiß nicht, ist man bekümmert.

00:59:10: Also erstmal ist es schon so, dass wir tatsächlich einen anderen Job haben.

00:59:15: Wir müssen flexibel sein.

00:59:16: Wir müssen irgendwo doch den Leuten das bieten, was sie haben wollen.

00:59:22: Für mich nehme ich in Anspruch schon, und zwar von Beginn an.

00:59:29: Ich möchte aber auch Spaß haben an dem Abend.

00:59:31: Ich sehe mich nicht als Dienstleister nur, sondern es muss auch für mich spannend sein.

00:59:36: Das ist ja so ein alter Satz von mir.

00:59:37: Morgen früh dürfen Sie gerne beim Frühstück sagen, oh Gott, worüber hab ich denn da eigentlich gestern gelacht.

00:59:43: Also dieses Ding, das ist ja das, was ich an diesem Job auch liebe, dass man immer das so machen muss.

00:59:50: Ach, na ja, wenn jetzt, ich hab's nicht gerne, wenn Leute meine Show wütend verlassen, aber wenn's dann mal einer ist, hat's auch was.

00:59:57: Weißt du irgendwie so, dass es halt für alle spannend ist?

01:00:01: Deshalb würde ich mir ja manchmal in der Politik etwas mehr... Wünschen momentan etwas mehr.

01:00:07: dieses dieses gehen nicht nur sicht gefallen zu müssen und die seine macht erhalten zu müssen sondern vielleicht auch mal ein bisschen von dem abzuliefern.

01:00:18: Was eigentlich ein großteil der Bevölkerung da unten will so nicht nicht weiß so das müssen wir auch müssen ja grenzlos flexibel sein.

01:00:26: das ist das eine moment.

01:00:28: was wollte ich jetzt sagen?

01:00:29: ach so das andere ist mir fällt gerade auf ich erfahre.

01:00:36: Doch so eine Art neue Liebe.

01:00:40: Sowieso, das haben wir beide durch die Community.

01:00:44: Da kommen wir ja jedes Mal drauf.

01:00:45: Denk an Sommerfest, dabei nur Wieso.

01:00:48: Denk an deinen Liveabend, da im Elbmaster oder jetzt meine Reeperbande.

01:00:53: In meiner Reeperbandenshow, das war so ein fantastischer Abend.

01:00:58: Das war toll, vor allem auch die Gespräche, denn in der Reperbanden-Abend ist ja tatsächlich, da begrüßt der Künstler ja noch persönlich.

01:01:05: Ich gehe da ja nicht in Gerdrobe.

01:01:07: Ich begrüße ja die Leute da und laufe mir durch und begrüße sie da und setze mich kurz an den Tisch und rede mit denen.

01:01:12: Und nach der Show auch noch.

01:01:14: Aber eben das Schöne ist in der Reperbande eben auch vor der Show.

01:01:17: Da sage ich, ihr begrüßt das da noch persönlich.

01:01:21: Und das macht natürlich Spaß und dann kriegt man tolle Gespräche.

01:01:24: Und da kriege ich sehr sehr, ich habe sehr viele schöne Komplimente bekommen, vor allem die, die so ein bisschen auf mein Lebenswerk auch immer gehen.

01:01:32: Das ist das, worauf ich so hinausworte, das schenkt einem auch das Alter.

01:01:37: Oder dieser Nico Gutjama, den ich vorhin ein Podcast gemacht habe, bevor wir jetzt hier gesprochen haben, habe ich mir eben ein kurzes Interview gemacht.

01:01:45: Und der hat mich dann angekündigt, ja, K Ray, der ist schon seit dreißig Jahren auf der Bühne und er ist überall und er ist unverbiegbar.

01:01:52: Und gehen Sie dahin, wenn Sie einen ganz lustigen Abend haben wollen, rechnen Sie mit allem, wo Sie denken, ja, da habe ich mir so einen Ruf erspielt, der auch schön ist.

01:02:00: Christoph Blumstrauss, das ist so ein bisschen wie eine goldene Uhr, wenn du so lange im Unternehmen bist.

01:02:05: Aber ich glaube, dass an diesen Komplimenten mehr Liebe hängt als an so einer goldenen Uhr.

01:02:11: Und ungekehrt.

01:02:14: bin ich gerade so, Tourgutes entspricht drüber.

01:02:17: Ich habe vorhin nicht nur für meine Frau einen Blumstrauß gekauft, weil ihr es selber im Moment nicht kann und die liebt halt Blumen, sondern ich habe in meiner Show diesen Media-Marktmann.

01:02:28: Ich weiß nicht, ob ich dir das öfter von erzählt oder nicht.

01:02:30: Der Media-Marktmann, hier gibt es zwar

01:02:32: nicht.

01:02:32: Ja, der auch gerne immer zu Besuch in den Shows ist, der Media-Marktmann.

01:02:36: Genau.

01:02:36: Und der war ja das letzte Mal, habe ich dem ja so eine Flasche Wodka annehmen.

01:02:41: Mund gehalten und er hat ja auch so.

01:02:42: dann ist er eingeschlafen.

01:02:43: der ist so der war.

01:02:45: ich wusste den der hätte ja auch nur hinein sagen müssen hat aber nicht keine ahnung.

01:02:49: auf jeden fall habe ich ein schlechtes gewissen.

01:02:51: jetzt habe ich dem vorhin so eine große dafel mehr sieh gekauft.

01:02:57: die bringe ich ihm gleich in seinen media markt.

01:02:59: er freue mich schon drauf

01:03:03: Macht die Kamera dabei an.

01:03:05: Du musst die Kamera anmachen.

01:03:06: Du musst das Handy anhaben und musst das filmen, wie du das machst.

01:03:10: Ich weiß es noch nicht.

01:03:12: Doch, das würde ich machen.

01:03:13: Da freut er sich auch drüber.

01:03:14: Ich

01:03:14: wollte das, wo ich nämlich schon gemacht habe, aber da hatte der Medienmarkt noch zu.

01:03:18: Aber das ist zum Beispiel auch eine Sache, die man im Alter, glaube ich, mehr ... Man wird bekümmert, wie du sagst.

01:03:25: Man macht sich mehr Gedanken.

01:03:29: Aber die kann man eben ja auch positiv leiten, eben in sowas.

01:03:33: Man ist nicht so ... Ja, so gedankenlos.

01:03:37: Meine Frau gestern stand beim Arzt und, äh, das ist die Schwierbarkeit.

01:03:44: Vanessa ist immer die Macherin und jetzt kann die nicht.

01:03:46: Und dann steht die beim Arzt und sagt, entschuldigen Sie, ich weiß, hier ist eine ganze lange Schlange, ich möchte mich auch nicht vordrängeln.

01:03:55: Da vorne ist ein Stuhl, ich würde mich da gerne hinsetzen, kann ich mich da hinsetzen?

01:03:59: Da hat irgendeine Frau gesagt, ich möchte mich auch gerne hinsetzen.

01:04:06: wo du dann so denkst, ja, das sind eben die Unbekümer, denen das alles am Arsch vorbeigeht.

01:04:13: und lass uns doch froh sein, dass wir so sind.

01:04:18: Alles hat seine Phase.

01:04:20: Ja, und alles hat ein Ende, nur die Wurst.

01:04:23: Ja, zwei.

01:04:27: Warum fällt mir jetzt der Regenwurm ein?

01:04:30: Mein Lieblingsbild von Otto.

01:04:33: Der Regenwurm?

01:04:34: Ja, Otto hat einen, ja, weil ich bei ... keine Ahnung.

01:04:38: Otto hat die Handfläche so und da ist ein Regenwurm und der knickt so ab und guckt so schräg nach oben.

01:04:45: Ja.

01:04:47: Und was sagt er?

01:04:48: Sagt er was?

01:04:49: Nein, da steht was drunter.

01:04:51: Und was steht da drunter?

01:04:57: Warten.

01:05:01: Liebe Freunde, wir wollen jetzt jetzt wollen wir es genau wissen, weil ich erinnere mich nicht an dieses Bild.

01:05:05: Das muss ich sagen.

01:05:09: So, der Regenwurm sitzt so auf der Hand.

01:05:13: Ja.

01:05:14: Da ist der Kopf.

01:05:15: Ja.

01:05:18: Weißt du was?

01:05:20: Und du siehst dieses Mädchen mit diesem Regenwurm.

01:05:23: Weißt du was da druntersteht?

01:05:31: Der schiefe Wurm von Lisa.

01:05:35: Der schiefe Wurm von Lisa.

01:05:40: Ja.

01:05:41: An dieser Stelle müssen wir Otto grüßen dafür, dass er so vielen Menschen über so lange Zeit so glücklich gemacht haben.

01:05:46: Den gönn ich übrigens auch von Herzen, dass er heute immer noch auf Tournee geht und vor so vielen Menschen spielt aller Generationen.

01:05:53: Das gönn ich ihm vom Herzen.

01:05:53: Das hat er echt verdient.

01:05:54: Er

01:05:55: tritt aber immer noch auf.

01:05:56: Ich muss immer nachdenken.

01:05:59: Wir müssen aufhören, ich weiß.

01:06:01: Es gibt diesen Politologen, dieser Politikwissenschaftler, der bei Lancer oft sitzt.

01:06:07: Ja.

01:06:07: Mit der Brille.

01:06:09: Der sieht aus wie Otto als Theologe.

01:06:12: Kennen Sie noch Otto Theo?

01:06:14: Wir waren noch nötig.

01:06:15: Der hat so eine Brille auf.

01:06:20: Und dieser Typ, da sitzt immer einer bei Lanz.

01:06:24: Das fällt nie auf.

01:06:25: Ich habe es noch nicht mal bei Twitter geschrieben.

01:06:27: Aber fällt euch das auch nicht aus.

01:06:29: Der schreit gleich, der sitzt bei Lanz im Sofa und schreit gleich, wer sind denn diese vier?

01:06:35: Sind das vier alle?

01:06:40: Wie viele Musketiere?

01:06:41: Genau.

01:06:42: Das ist toll, das muss ich sagen.

01:06:44: Wir haben ja heute alles getan, um nicht über den größten Medien-Skandal seit der Hitler-Tagebüche zu sprechen, nämlich den Herrn Günther bei Herrn Lanz.

01:06:54: Was da jetzt passiert ist, du hast es ja sicher auch mitbekommen.

01:06:57: Ich habe es auch gelesen, du hast auch Sachen gepostet.

01:06:59: Das ist wirklich, für mich ist das ... Also für mich ist das das Schlimmste, und ich hoffe, ich übertreibe da nicht jetzt unnötig und echauffiere mich zu sehr, aber das ist das Schlimmste, das ist ein wirkliches Verbrechen an der Pressefreiheit und an dem, was wir eigentlich hier an Demokratie, an freie Meinungsräume, an allem haben, dass man anfängt.

01:07:20: Also, dass ein Fehler passiert ist, kann ja jedem passieren, dass jemand, dass der Günther, das was er da gesagt hat, das sagt er ja nur deswegen da, weil er völlig enthemmt ist und weil er in seinen Kreisen wird eben so geredet.

01:07:30: Die müsste man verbieten, die müsste man ausgerottet, wegsperren müssen.

01:07:34: Und so sind die.

01:07:36: Sonst würde es ihm nicht passieren, dass er in der Talkshow sitzt und würde so was ernsthaft sagen.

01:07:40: Wie er das selber gemerkt hat in der Sendung, kann man sehen, wenn er sich die erste Landsendung anguckt.

01:07:44: Da hat das gemerkt und probiert noch einen kleinen Bogen am Ende, irgendwie zu spannen, nach dem Motto, es geht hier ja eigentlich darum, dass Jugendliche unter sechzehn Jahren geschützt werden müssen vor bösen Kommentaren im Netz.

01:07:54: Das hat damit nichts zu tun ab, ist einfach gelogen.

01:07:56: Dann hat er Lands in der zweiten Sendung, war das noch so, dass er dann probiert hat, das irgendwie hinzubeiegen, hat nicht geklappt, dann macht er eine dritte Sendung.

01:08:05: Gestern Abend, ich bin ernsthaft, ich hab danach ausgemacht.

01:08:09: Ich liege immer auf der Seite, um einzuschlafen.

01:08:12: Ich hab auf dem Rücken gelegen, in das dunkle Zimmer gestarrt.

01:08:16: Und ich war so dermaßen erschüttert darüber, dass die Kollegen von den Fernsehmachern, Lanz, Markus, wie sie alle heißen, das dies da mitmachen.

01:08:26: Und dass die das gemacht haben und dass sie anfangen jetzt sozusagen News die Schuld zu geben, an dem Verbrechen was in ihrem Ding, an dem Medienverbrechen was bei ihnen stattgefunden hat zu geben.

01:08:35: Das habe ich wirklich, ich sorry, von diesen Menschen, die ich da auch kenne.

01:08:39: Ich hatte gestern gerade ein Gespräch mit einem, der da auch arbeitet, der mir dann erzählt hat, das hat Julian heute Morgen auch erzählt.

01:08:45: Ich dachte, ich hätte die Meldung exklusiv, dass ja der Lands auch telefoniert hat mit Julian Reichelt direkt nach der ersten Sende und gesagt hat, er war total erschüttert, dass der da gesagt hat.

01:08:55: Das musst du dir mal vorstellen.

01:08:57: Der Telefoniert der Mitteil.

01:09:01: Das weiß die ganze Redaktion weiß das, weil der eine, den ich kenne, der arbeitet in der Redaktion, der hat mir erzählt, der hat die haben telefoniert.

01:09:05: und dann hat der Lanz auch gesagt, er war komplett nach der Sendung total erschüttert über das, was der Daniel Günther da gemacht hat.

01:09:11: Das hat der Lanz auch mit Julian Reichelt danach besprochen und ich dachte eigentlich, Das würde Julian nicht erzählen, weil er kann natürlich nicht über so ein geheimes Gespräch erzählen.

01:09:20: Heute Morgen hat das doch erzählt, weil er so empört ist darüber, dass man jetzt gestern diese Sendung gemacht hat.

01:09:25: Ich habe gestern Nachmittag nur gehört, dass sie heute noch eine Sendung machen.

01:09:28: Da habe ich gesagt, was wollt ihr denn noch machen?

01:09:29: Da hat er gesagt, ja, also das wird jetzt ein strategisches Programm, um den Fehler sozusagen für Herrn Günther wegzubügeln.

01:09:35: Und das haben die gestern ja knallhart gemacht.

01:09:38: Der Land hat ja durch die Sendung geführt und hat gesagt, sie sind doch auch der Meinung.

01:09:42: Genau,

01:09:44: alle drei haben so, also sie haben alle nachher zugestimmt, aber sie haben nicht gesagt, natürlich, sie haben recht, sondern immer so, ah, gut, wir sagen es jetzt, dass du hören willst.

01:09:55: Das ist wirklich, ganz ehrlich, das sind diese Menschen, die da gesessen haben, alle Menschen, die mit dem Skandal zu tun haben, das sind die, die irgendwann, wenn das alles vorbei ist, irgendwo vor Gericht oder von irgendjemand gefragt werden, warum hast du da mitgemacht?

01:10:08: Oder werden die alle dastehen, genau wie vor achtzig Jahren, und so, dass Mark ein bisschen übertrieben sein im Verhältnis zum Verbrechen und so, gar keine Frage.

01:10:17: Aber ganz ehrlich, ich hab im Geschichtsunterricht, unser Lehrer hat aus uns mehr oder minder eingeprügelt.

01:10:23: Mach dich nicht gemein mit Dingen, die gemein sind.

01:10:27: All eines Tages wirst du zur Rechenschaft geschoben.

01:10:29: Und das, was da jetzt passiert, ja, auf dem Rücken von Nios, und ich bin ja gar nicht, ich arbeite weder da noch sonst irgendwas und man kann da ganz viele Meinungen zu haben und so, aber das geht überhaupt nicht.

01:10:39: Ja,

01:10:40: ja, ja, das geht auch nicht.

01:10:41: Aber ich sage ja, heute Abend macht Landshüt noch mal eine Sendung zu dem Thema und da werden sie behaupten, David Gunther war gar nicht da.

01:10:48: Super.

01:10:49: Hab ich gelesen, hast du geschrieben, hab ich heute Morgen auch zitiert, das wäre der nächste Schritt.

01:10:53: Der nächste Schritt ist, die werden sagen, das war nicht er, sondern das war der Lastwagenfahrer, der die sauren Gurken gebracht hat, die danach diese Gewürzgürkchen, die danach gereicht werden, noch mal bevor man geht aus dem Studio.

01:11:03: Und der ist da zufällig reingeragt und hat sich als Daniel Günther ausgegeben, weil er zufällig so ähnlich aussieht.

01:11:09: Und der Land wusste davon gar nichts.

01:11:10: Und man war selbst ganz erschüttert.

01:11:12: Das ist schon echt der Klopper.

01:11:13: Also ich find's auch auskandalös und ganz abgesehen davon, dass man sich ja auch gar nicht daran aufhängen muss.

01:11:19: Ob er das so gesagt hat oder ob er das so gesagt hat, ich hab's mir heute Morgen auch noch mal angehört.

01:11:23: Ich hab gedacht, mit ganz viel Wohlwollen kann man da, kann man vielleicht noch da, ich hab's noch, ich hab's noch.

01:11:30: Du

01:11:30: bist so ein wohlwollender, anständiger Mensch und denkst noch immer, auch bei Daniel Günther, da könnte noch was ein Rest, nein.

01:11:37: Der hat das gesagt, was er denkt, was er in seinen Kreisen mit Herrn Wüst zusammen und dem Weg nach

01:11:42: uns abstreiten

01:11:43: sagt.

01:11:44: Der hat gesagt, man muss die verbieten, und er ist ja sogar empört, das war ja noch schlimmer.

01:11:48: Das gibt sogar Leute in meiner Fraktion, die sich das anhören.

01:11:52: Der will ja sogar seinen eigenen CDU-Kollegen verblitzen, sich das auszurecht.

01:11:57: Ja, im Prinzip hast du recht, aber ja.

01:12:01: Du möchtest Daniel Günther noch was nett?

01:12:03: Ich sage dir was Gutes über Daniel.

01:12:05: Nein, nein, aber dann hör mich an.

01:12:07: Hör mich an.

01:12:07: Ich sage dir, was ich meine.

01:12:11: Wenn man das Ganze ... von der Denke her aufzieht und ich will den nicht verteidigen, aber ich habe eben, du kennst mich ja, ich brenn ja immer vor zwei Seiten.

01:12:23: Wenn man aber das ganze von dem Gedanken her aufzieht, dass TikTok und diese Social Media solche Themen aufbringen, in denen solche Themen befeuert werden und dann von News oder von anderen Parteien auch eben hin und her Ping-Pong werden, dann entsteht da etwas, was eben diese Richterin zu Fall gebracht hat.

01:12:55: Und deshalb sollte man Social Media verbieten.

01:12:59: So, das ist die Kurve, die er ja noch versucht hat irgendwie zu kriegen.

01:13:03: Und was ich ja nur behaupte ist, dass er diesen Gedanken vielleicht im Kopf hatte, aber er hat sich halt, ihm darf das nicht passieren, man soll sowas nicht sagen, man soll das auch nicht denken.

01:13:17: und wenn man TikTok verbieten würde für Kinder bis sechzehn Jahren, würde das auch politisch überhaupt gar nicht verweist, was ausmachen ist, also auch völliger Unsinn.

01:13:27: Aber trotzdem ist das ein Gedanke, der in meinem Kopf ist, den ich dann auch rauslassen möchte.

01:13:32: Wenn er das im Kopf hatte, hat er ja nicht Unrecht, dass TikTok diese Social Media Wenn man die jetzt verbieten würde, dann würde dieses Hin und Her, dieses Hoch, das würde ja nicht mehr funktionieren.

01:13:49: Ob das demokratisch ist oder nicht, aber TikTok verbieten ist noch mal was anderes als eben eine Zeitung verbieten.

01:13:56: Und

01:13:57: ich gestehe ihm zu, dass er das vielleicht im Kopf hatte.

01:14:01: Aber er hat es nicht so gesagt.

01:14:03: Und darum ging es auch nicht.

01:14:04: Er ist von selber auf News gekommen.

01:14:06: Er hat beim Beispiel Brosius Gerstoff von selber.

01:14:08: Brosius Gerstoff hat nichts mit Kindern zu tun.

01:14:11: Nein,

01:14:12: nein, nein.

01:14:12: Er hat das als Beispiel gebracht.

01:14:15: Das heißt, er war auf einem ganz anderen Film.

01:14:17: Er hat gesagt, die Brosius Gerstoff, da sehen Sie doch das Beispiel Brosius Gerstoff, da hat doch diese Portale wie Nios und das müsste man verbieten und alles das.

01:14:23: Das hat er so gesagt.

01:14:26: Er sagt das ja auch nicht deswegen, weil er da Zauber machen wollte, weil er strategisch denkt, nein.

01:14:30: Er sagt das, weil er einfach unglaublich fahrlässig, dumm, hilflos und undiplomatisch ist und sich in eine Sendung reinsetzt und so plappert.

01:14:38: Weil er denkt, er hat die Macht, er kann sowieso machen, was er will, und keiner kann ihn an einen Karren pinkeln.

01:14:42: Weil er sich so sicher fühlt in seinem linken CDU-Verein.

01:14:45: Die haben ja schon das geschafft, alle möglichen anderen Sachen aus der CDU wegzumoppen.

01:14:49: Und mit dem Wüst und dem Wegner und diese ganze, diese ganze Teile der CDU, die wollen nichts weiter als ... Das geht um Macht und das geht um Unterdrücken von Wahrheit und von allem, was ihnen im Weg ist.

01:15:01: Und da sind die ganz, ganz, ganz radikal.

01:15:03: Und das ist wirklich erschütternd für die Pressefreiheit.

01:15:05: Ja,

01:15:06: ist das auch alles.

01:15:06: Und ich will das auch nicht schönreden.

01:15:08: Ich sehe jetzt schon die bösen Kommentare, weil ich sage, ich habe nur das, was gesagt, was ich im Kopf habe.

01:15:13: Ich habe mir das heute Morgen noch mal angehört.

01:15:15: Ich habe mir das jetzt hundertmal angehört.

01:15:18: weil ich versuche herauszubekommen, warum es... Es gibt ja nicht wenige.

01:15:22: Du musst ja auch versuchen, die linke Bubble zu verstehen.

01:15:26: Die werden ja... Die müssen ja irgendwas hören.

01:15:29: Die lügen ja nicht alle im Kollektiv und sagen, wir sind alle bescheuert.

01:15:33: Die müssen

01:15:33: ja irgendwas hören.

01:15:34: Und ich hab versucht, da herauszuhören, was die heraushören.

01:15:39: Und hab versucht, mich in deren Situation zu versetzen und gesagt, was könnte man denn da hören?

01:15:44: Und das ist das, was ich gerade formuliert hab.

01:15:48: Ich allerdings finde, dass wir in Deutschland über, das ist aber sowieso ja schlimm, über das Verbot von Presse, ich finde auch... Was war denn das?

01:16:02: Das gefährdet unsere Demokratie.

01:16:04: Also unsere Demokratie ist ja dauernd in Gefahr.

01:16:07: Die ist aber nicht in Gefahr durch irgendwelche Zeitungen oder durch irgendwelche Leute, die nicht das sagen oder das wählen, was ihnen nicht passt.

01:16:15: Die ist in Gefahr durch unsere Politik.

01:16:17: Die bringen sie selber in Gefahr.

01:16:19: Und dem sie Brandmauern hochziehen und Dinge nicht tun, das geht einfach so nicht.

01:16:27: Aber ich

01:16:30: glaube...

01:16:34: Geh ran.

01:16:34: Hallo.

01:16:34: Hallo.

01:16:36: Hallo.

01:16:38: Ja?

01:16:39: Ich wollte fragen, ob du mit deinem Podcast schon fertig bist.

01:16:42: Ich bin gerade noch dabei, aber ich lege jetzt dann gleich auch auf.

01:16:45: Warum?

01:16:47: Ach so.

01:16:49: Es ist zwölf Uhr, ich muss dich abholen.

01:16:51: Auch mein Engelchen.

01:16:52: Ja, gleich los.

01:16:55: Der hat einfach aufgelegt.

01:16:57: So, ich muss weg.

01:17:02: Warum sagt mir denn keiner Bescheid?

01:17:04: Warte mal eben.

01:17:05: Bescheid?

01:17:10: Warum hat die jetzt einfach aufgelegt, Mann?

01:17:14: Weil sie, wie alt ist sie?

01:17:15: Drei Zehn?

01:17:15: Ja.

01:17:16: Deswegen hat sie aufgelegt.

01:17:27: Hallo, mein Muschel.

01:17:28: Warum hast du ihn einfach aufgelegt?

01:17:32: Ach so.

01:17:33: Äh, okay.

01:17:34: Ich fahre jetzt los.

01:17:36: Ja, tut mir leid.

01:17:37: Ich hab das, ich hab gar nicht drauf geguckt.

01:17:39: Okay, bis gleich.

01:17:40: Tschüss.

01:17:44: Gib mir doch die Schuld.

01:17:45: Sie hat mir nicht gehört.

01:17:46: Ich kann dir doch nicht die Schuld.

01:17:48: Doch,

01:17:48: du kannst mir die Schuld geben.

01:17:49: Da hast du dir Freiburg.

01:17:50: Gib mir die Schuld.

01:17:50: Du bist ja ein guter Freund.

01:17:53: Geben.

01:17:54: Gib mir doch die Schuld.

01:17:58: Ich wünsche dir einen schönen Tag.

01:18:01: Verlust.

01:18:01: Du hast keine Zeit, mal dich zu verabschieden.

01:18:02: Tschüss.

01:18:03: Tschüss, euch auch allen.

01:18:05: Alles Liebe.

01:18:05: Tschüss.

01:18:06: Tschüss.

01:18:06: Tschüss.

01:18:08: Tut mir leid.

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